Fynn Schott, ein vielversprechendes Talent aus Österreich, hat sich entschieden, seine Basketballkarriere an der University of Utah fortzusetzen. Der 19-jährige Power Forward, der auch als Center spielt, wird im Sommer zu den Utah Utes wechseln. Schott ist 2,03 Meter groß und gilt als eine der großen Hoffnungen im österreichischen Basketball. Nach drei Jahren in Spanien kehrt er nun in die USA zurück, um in der NCAA zu spielen. Diese Entscheidung erfolgt, nachdem er beeindruckende Leistungen in der spanischen Liga und im Nationalteam gezeigt hat.
Schott hat in den letzten Jahren für den österreichischen Verein Fürstenfeld Panthers gespielt. Von 2023 bis 2025 war er bei CB Gran Canaria aktiv, gefolgt von einer Leihe an CB Menorca in der zweiten spanischen Liga. In der vergangenen Saison konnte er in der FIBA-Weltcup 2027 Europäische Qualifikation mit der österreichischen Herren-Nationalmannschaft auf sich aufmerksam machen, indem er im Schnitt 8,3 Punkte und 4,7 Rebounds pro Spiel erzielte. Während dieses Turniers war er besonders effizient, mit einer Trefferquote von 76,2% aus dem Feld und 71,4% von der Dreipunktlinie.
Nationalmannschaft und Rekorde
Schott ist ein aufstrebender Spieler, der bereits 2022 mit 16 Jahren das jüngste Mitglied des österreichischen Männer-Nationalteams wurde. Sein Debüt gab er am 3. Juli 2022 bei einem Spiel gegen Zypern. Inzwischen hat er neun Länderspiele absolviert und seine Fähigkeiten in verschiedenen internationalen Wettbewerben unter Beweis gestellt. Besonders bei den EuroBasket 2025 Qualifikationen konnte er mit der U-Nationalmannschaft glänzen und erzielte im Schnitt 12,2 Punkte und 13,4 Rebounds pro Spiel.
Jakob Pöltl, ein Pionier des österreichischen Basketballs in der NBA, ist ein ehemaliger Spieler der Utah Utes und könnte ein Vorbild für Schott sein. Pöltl spielte von 2014 bis 2016 für die Utes und hat seither mehrere Erfolge in der professionellen Basketballszene erzielt. Schotts Wechsel zu den Utah Utes wird als große Chance für ihn angesehen, um seinen Traum zu verwirklichen, in der höchsten Liga des Hochschulsports zu spielen.
Basketball in Österreich
Basketball hat in Österreich eine vergleichsweise geringe Popularität und gilt als Randsportart ohne große internationale Erfolge. Der Österreichische Basketballverband (ÖBV) wurde 1948 gegründet und gehört seit 2002 der ULEB an. Die nationale Basketball-Bundesliga, die seit 1946/47 ausgetragen wird, besteht derzeit aus neun Teams und wird in der Saison 2008/09 als Admiral Basketball Bundesliga (ABL) bekannt. Trotz der vielen Herausforderungen haben österreichische Spieler wie Schott die Möglichkeit, internationalen Ruhm zu erlangen und das Interesse am Basketball zu stärken.
Schott ist der vierte Spieler, der sich der Recruiting-Klasse 2026 von Utah anschließt, und verkörpert die Hoffnungen vieler Nachwuchsspieler in Österreich. Sein Wechsel könnte nicht nur seine Karriere vorantreiben, sondern auch neue Impulse für den Basketballsport in Österreich setzen.