Der österreichische Schwimmsport steht unter Schock nach dem unerwarteten Tod von Walter Bär, dem Sportdirektor des Österreichischen Schwimmverbandes (OSV), der im Alter von 56 Jahren verstarb. OSV-Präsident Arno Pajek äußerte seine Trauer und richtete seine Gedanken an die Familie von Bär, während OSV-Vizepräsident Jann Siefken ihn als das Herzstück des Verbandes bezeichnete und von einem untragbaren Verlust sprach. Auch der Finanzreferent Thomas Unger würdigte Bär als Motor des österreichischen Schwimmsports und betonte seine vielfältigen Rollen als Seelentröster, Motivator und Visionär.
Walter Bär war eine zentrale Figur im österreichischen Schwimmsport, sowohl als aktiver Athlet als auch als Trainer. Er begann seine Karriere im Schwimmsport und war in verschiedenen Positionen tätig, unter anderem in Eisenstadt, beim ASV Wien sowie im Leistungszentrum Südstadt. In seiner Rolle als Sportdirektor war Bär maßgeblich an zahlreichen Erfolgen des OSV beteiligt, was ihn zu einer unverzichtbaren Stütze innerhalb der Schwimm-Community machte. Seine Kollegen beschreiben ihn als akribischen Arbeiter und leidenschaftlichen Fachmann.
Einfluss und Engagement im Schwimmsport
Wie schwimmverband.at berichtet, war Walter Bär nicht nur für die sportlichen Erfolge verantwortlich, sondern setzte sich auch intensiv für die Nachwuchsförderung ein. Er unterstützte die Learn to swim-Initiative von European Aquatics, um Kindern das Schwimmenlernen flächendeckend zu erleichtern. Bär war der Überzeugung, dass die Fähigkeit zu Schwimmen für Kinder essenziell ist, auch wenn nur wenige den Sprung in den Leistungssport schaffen.
In seiner Zeit als Sportdirektor förderte Bär die Teilnahme des OSV an den Sport Austria Finals und nutzte diese Plattform, um kleinere Sportarten wie Schwimmen ins Rampenlicht zu rücken. Die letzte Veranstaltung fand in Innsbruck statt, wo Bär auch den Bedarf an einer Schwimmhalle in Tirol ansprach, um wetterunabhängig trainieren zu können.
Ein Vermächtnis im Schwimmsport
Der OSV bereitet sich derzeit auf bedeutende Ereignisse vor, darunter die Europameisterschaft in Belgrad und die Olympischen Spiele 2024 in Paris, an denen bereits zehn Athleten qualifiziert sind. Bär sah realistische Medaillenchancen bei beiden Veranstaltungen und betonte den kontinuierlichen Aufwärtstrend des Verbands. Die Schwimm-Community sowie die Sportwelt insgesamt zeigen große Anteilnahme und Trauer über den Verlust von Walter Bär. Der OSV sprach der Familie von Walter Bär, einschließlich seiner Frau und Tochter, aufrichtige Anteilnahme aus.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass Walter Bär nicht nur als Sportdirektor des OSV, sondern auch als Mensch eine bedeutende Rolle im österreichischen Schwimmsport gespielt hat. Sein Engagement, seine Visionen und vor allem sein Einsatz für den Schwimmsport werden in Erinnerung bleiben.

