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Am 6. Dezember 2024 wird die hohe Qualität österreichischer Milchprodukte erneut betont. Mit dem neuen Programm Tierhaltung plus, das im Rahmen des AMA-Gütesiegels eingeführt wurde, wurden die Standards für Qualität und Nachhaltigkeit weiter verbessert. Helmut Petschar, Präsident des Milchverbandes Österreich (MVÖ), unterstrich die Notwendigkeit des Kaufs heimischer Produkte, um diese fortschrittlichen Standards zu unterstützen. Das Programm erhöht die Transparenz bezüglich der Tierwohl- und Gesundheitsstandards, stärkt die Tierhaltung und beinhaltet regelmäßige, unabhängige Kontrollen.
Die österreichische Milchwirtschaft kann sich auch mit verschiedenen Nachhaltigkeitsaspekten rühmen, wie der Gentechnikfreiheit und dem Verbot bedenklicher Futtermittel, die aus Übersee stammen. Die Milchviehhaltung erfolgt überwiegend in kleinen und mittleren Familienbetrieben. Diese Aspekte sind nicht nur wichtig für die Qualität der Produkte, sondern tragen auch zu den besten Klimaschutzwerten in der EU bei, wie agriculture.ec.europa.eu berichtet. Neben den wichtigen Standards hat Österreich im internationalen Vergleich auch zahlreiche Preise für seine Milchprodukte gewonnen – eine Anerkennung für die harte Arbeit der Landwirte und Verarbeiter.
Milchwirtschaft in der EU
Die Milchwirtschaft spielt eine wesentliche Rolle in der gesamten Europäischen Union, mit einer Jahresproduktion von etwa 155 Millionen Tonnen. Die führenden Produktionsländer sind Deutschland, Frankreich und die Niederlande, welche beinahe 70 % der EU-weiten Produktion verantworten. Diese Zahlen zeigen die Relevanz der Milchwirtschaft als bedeutendes Element der Wertschöpfung in der EU-Agrarwirtschaft. In den letzten Jahren hat die Produktivität der Kühe zugenommen, was allerdings auch zu einem Rückgang der gesamten Milchviehbestände geführt hat.
Um den Milchmarkt zu stabilisieren, hat die EU Maßnahmen wie öffentliche Interventionen und Beihilfen für die private Lagerhaltung eingeführt. Bei schweren Marktstörungen können diese Instrumente den Landwirten helfen, indem beispielsweise Butter und Magermilchpulver aufgekauft und gelagert werden. Die Flexibilität dieser Instrumente, wie die Regelungen für die private Lagerhaltung, stellen sicher, dass die Landwirte unterstützende Maßnahmen erhalten, wenn sie vorübergehend von den Marktschwankungen betroffen sind. Diese Strategien unterstreichen die bedeutende Rolle, die die Milchwirtschaft nicht nur in Österreich, sondern auch im gesamten europäischen Kontext spielt.
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