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Österreich und die Kulturszene trauern um einen ihrer größten Söhne: Otto Schenk, der legendäre Schauspieler, Regisseur und Intendant, ist am 9. Januar 2025 im Alter von 94 Jahren gestorben. Seine beeindruckende Karriere begann in den 1950er Jahren und erstreckte sich über mehr als sechs Jahrzehnte, in denen er die Theaterlandschaft nicht nur in Wien, sondern auch international prägte. Schenk, der nicht nur als Ausnahmekünstler galt, sondern auch als beliebter Publikumsliebling, hinterlässt ein beeindruckendes Erbe, das mit einer Vielzahl von Rollen und Inszenierungen verbunden ist. Als “Inbegriff des Theaters” bezeichnete ihn das Festspieldirektorium der Salzburger Festspiele, wie auf orf.at berichtet wurde.
Ein Meister der Bühne
Otto Schenk war von 1950 bis 2015 unzählige Male auf der Bühne der Salzburger Festspiele zu sehen und hat sie mit seinen brillanten Inszenierungen und schauspielerischen Leistungen nachhaltig geprägt. Besonders in seiner Rolle im Jedermann-Ensemble und als erfolgreicher Regisseur, etwa mit seinen Aufführungen von Nestroys "Der Talisman" und "Der Zerissene", hinterlässt er bleibende Eindrücke. “Mit der schwarzen Fahne, die heute am Festspielhaus weht, verneigen wir uns in Dankbarkeit vor Otto Schenks Lebenswerk und seinem Wirken für die Salzburger Festspiele”, erklärte das Direktorium in einer offiziellen Mitteilung.
Schenk war mehr als ein einfacher Theatermacher; der charmante “Otti” war ein Meister des Blödelns und gleichzeitig ein melancholischer Denker. Bis ins hohe Alter aktiv, konnte er noch 2021 fünf letzte Auftritte an seiner Stammbühne im Theater in der Josefstadt geben, bevor er seine Bühnenkarriere beendete. Sein Einfluss erstreckte sich auch über die Grenzen Österreichs hinaus: An prestigeträchtigen Orten wie der Metropolitan Opera in New York und der Wiener Staatsoper inszenierte er zahlreiche erfolgreiche Produktionen. Zum Abschied hielt er jedoch stets fest, dass "Theater Arbeit und Handwerk ist", so wie welt.de zitiert.
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