Österreich sendet bis zu 600 Soldaten zu internationalen Einsätzen!
Der Hauptausschuss genehmigt Entsendungen österreichischer Soldaten zu internationalen Missionen in Krisengebieten wie Libanon und Irak.

Österreich sendet bis zu 600 Soldaten zu internationalen Einsätzen!
Der Hauptausschuss des österreichischen Parlaments hat am 2. Dezember 2025 die Entsendung von Soldaten zu internationalen Missionen genehmigt. Diese Entscheidung umfasst Einsätze im Libanon, in der Ukraine und am Westbalkan. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger betonte die entscheidende Rolle des internationalen Engagements für die Sicherheit und Stabilität in Europa. Neben diesen Einsätzen wurden auch dringliche Missionen in die Slowakei und nach Jamaika zur Kenntnis genommen.
Im Rahmen dieser Genehmigung wird Österreich bis zu 570 Soldaten zur UNIFIL-Mission im Libanon entsenden, die bis Ende 2026 läuft. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner lobte die Soldaten für ihren Einsatz und die moderne Ausrüstung, die ihnen zur Verfügung steht. Zudem wird die Entsendung von bis zu 10 Personen zur NATO-Mission im Irak, bei der das Hauptziel die Stärkung der irakischen Sicherheitsinstitutionen ist, fortgesetzt. Dies geschieht im Einklang mit dem Ziel, Terrorismus zu bekämpfen und das Land zu stabilisieren, wie die NATO in ihrer Mission Irak beschreibt.
Umfangreiche Einsätze in mehreren Regionen
Zusätzlich wird die Entsendung von bis zu 5 Polizisten zur EU-Mission in Libyen bis Ende 2026 genehmigt. Österreich plant, bis zu 40 Mitglieder zur NATO-Initiative in Jordanien zu entsenden. Auch die Friedensmission UNFICYP in Zypern wird mit bis zu 58 Soldaten bis Ende 2026 unterstützt. Ein weiteres Augenmerk liegt auf der EU-Militäroperation im Mittelmeer, wofür bis zu 65 Soldaten entsendet werden.
In der Region Südkaukasus und zur EU-Beobachtermission in Georgien wird die Entsendung fortgesetzt, ebenso wie die OSZE-Mission in der Republik Moldau. Zudem werden bis zu 600 Soldaten zur KFOR-Mission im Kosovo entsandt, während die EU-Militäroperation EUFOR ALTHEA in Bosnien und Herzegowina mit bis zu 700 Soldaten fortgeführt wird.
Die NATO-Mission im Irak (NMI) spielt eine zentrale Rolle in den Bemühungen, die Sicherheit im Irak zu gewährleisten. Sie integriert zivile und militärische Mitarbeiter und kooperiert eng mit verschiedenen internationalen Akteuren. NMI hat unter anderem die Aufgabe, das Verteidigungsministerium, das Innenministerium sowie andere sicherheitsrelevante Ausbildungsinstitutionen zu beraten. Dies geschieht stets unter der Bedingung, dass die irakische Regierung der Mission zustimmt und ihre Souveränität respektiert wird. Seit August 2023 hat die NATO den Umfang der NMI um Beratungs- und Kapazitätsaufbauaktivitäten ausgeweitet.
Zusätzliche Einsätze und Ausbildungsmaßnahmen
Die Zustimmung umfasst auch Entsendungen zur Katastrophenhilfe in Jamaika und zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche in der Slowakei. Zudem soll Mitgliedern des Bundesheers die Teilnahme an 30 Übungs- und Ausbildungsmaßnahmen im Ausland ermöglicht werden, die in Ländern wie Belgien, Italien, Polen und den USA stattfinden.
Zusammenfassend zeigt die Genehmigung des Hauptausschusses, dass Österreich weiterhin eine aktive Rolle in internationalen Sicherheitsmissionen einnimmt. Die Entsendung von Soldaten verdeutlicht das Engagement des Landes für Stabilität und Sicherheit nicht nur in Europa, sondern auch in Krisenregionen weltweit. Diese Entwicklungen stehen im Einklang mit den bisherigen Einsätzen der NATO, wie bei der Bpb dokumentiert ist, die seit vielen Jahren wichtige Krisenmanagement- und Sicherheitskooperationsmaßnahmen durchführt.