Österreich zeigt sich zunehmend als dynamischer Markt für gebrauchte Elektroautos. Laut dem Europa Report von AutoScout24 liegt der Anteil gebrauchter E-Fahrzeuge an den Inseraten auf AutoScout24 bei beeindruckenden 7,7 Prozent, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu nur 1,2 Prozent im Jahr 2020. Damit belegt Österreich den Spitzenplatz innerhalb der europäischen Vergleichsstaaten, wo die Niederlande bei 7,3 Prozent und Deutschland bei 6,5 Prozent folgen, während Belgien 5,6 Prozent erreicht. Der Markt für gebrauchte Elektroautos hat sich in Österreich seit 2022 dynamisch entwickelt und mehr als verdoppelt, was auch durch ein wachsendes Angebot an gebrauchten E-Fahrzeugen begünstigt wurde.

Der durchschnittliche Preis für einen gebrauchten Elektroauto in Österreich beträgt im Jahr 2025 etwa 41.200 Euro. Dies stellt einen Rückgang um 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar. Trotz des Preisrückgangs liegen gebrauchte E-Autos weiterhin über dem Preisniveau gebrauchter Verbrenner, deren Durchschnittspreis bei 26.900 Euro liegt. Der Unterschied in den Preisniveaus lässt sich durch die unterschiedlichen Marktstrukturen erklären: Während Verbrenner meist ältere Fahrzeuge sind, stammen E-Autos überwiegend aus jüngeren Baujahren. Seit 2022 ist der Preis für gebrauchte Elektroautos um rund 16 Prozent gefallen, was auf den Fokus jüngerer, höherwertiger Fahrzeuge zurückzuführen ist, die aus Leasing- und Flottenrückläufen in den Markt gelangen.

Beliebteste Elektroautos 2025

In der Rangliste der beliebtesten gebrauchten Elektroautos in Österreich führt das Tesla Model 3 das Feld an. Auf den weiteren Plätzen folgen:

  • 2. Tesla Model Y (aufgestiegen um vier Plätze)
  • 3. Audi e-tron
  • 4. Renault ZOE
  • 5. Tesla Model S (abgerutscht um drei Plätze)
  • 6. Porsche Taycan (verliert leicht an Position)
  • 7. Volkswagen ID.3 (aufgestiegen um drei Plätze)
  • 8. Mercedes-Benz EQC 400 (verbessert um fünf Ränge)
  • 9. Tesla Model X
  • 10. Volkswagen ID.4 (aufgestiegen um zwölf Plätze, erstmals in den Top Ten)

Die steigende Beliebtheit von Elektroautos in Österreich spiegelt einen größeren Trend in Europa wider. Bis 2035 plant die EU, keine neuen Autos mit Verbrennungsmotoren mehr zuzulassen und will batterieelektrische Fahrzeuge als Ersatz etablieren. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass der Marktanteil von batterieelektrischen Fahrzeugen seit 2020 kontinuierlich wächst und 2023 etwa 14,6 Prozent ausmachte. In diesem Zusammenhang verzeichnete Norwegen im Jahr 2023 den höchsten Anteil an Neuzulassungen von E-Autos mit über 82 Prozent.

Der Weg zur Zukunft der E-Mobilität

Ein entscheidender Faktor für den Umstieg zur Elektromobilität ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur. Bis Ende 2023 gab es in der EU insgesamt rund 632.400 Ladepunkte. Vor allem die Niederlande, Deutschland und Frankreich sind führend im Ladeinfrastrukturausbau, während osteuropäische Länder hier langsamer vorankommen. Der Zugang zu Ladepunkten hat einen direkten Einfluss auf den Absatz von E-Autos, welcher in diesen Regionen gering bleibt.

Diese Entwicklungen stehen im Kontext aktueller Marktforschung, die zeigt, dass der Absatz an Elektrofahrzeugen in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter steigen wird, insbesondere durch neue Modelle, die von Marken wie Volkswagen, Stellantis und Renault auf den Markt gebracht werden. Auch Tesla hat mit dem Model Y im Jahr 2023 mehr Fahrzeuge verkauft als Volkswagen mit den Modellen ID.3 und ID.4 zusammen.

Die fortschreitende Transformation hin zur Elektromobilität in Österreich ist somit nicht nur ein lokales Phänomen, sondern Teil einer umfassenderen europäischen Strategie zur Reduzierung von CO2-Emissionen und zur Förderung nachhaltiger Mobilität. Weitere Informationen finden sie in den Berichten auf ÖkoNews, ORF und Statista.