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Am 5. März 2026 hat die Präsidentin des Österreichischen Paralympischen Komitees (ÖPC), Maria Rauch-Kallat, den Boykott der Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele in Italien angekündigt. Der ÖPC schließt sich damit dem Protest mehrerer Nationen an, die sich gegen die Teilnahme von russischen und weißrussischen Athleten wenden. In diesem Kontext wird auch die Solidarität mit der Ukraine betont.

Ursprünglich sollten der Para-Skifahrer Michael Scharnagl und der Para-Snowboarder Markus Schmidhofer sowie zwei Betreuer an der Eröffnungsfeier in Verona teilnehmen. Aufgrund der Boykottentscheidung wurden diese jedoch nicht entsendet. Der ÖPC hatte bereits zuvor auf der Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) gegen die Wiederaufnahme der russischen und weißrussischen Komitees gestimmt.

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Solidarität mit der Ukraine

Gemeinsam mit Österreich haben auch andere Nationen, darunter Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, die Niederlande, Polen und Tschechien, den Boykott beschlossen. Dies geschieht im Namen der Solidarität mit der Ukraine, die ebenfalls angekündigt hat, nicht an der Eröffnungsfeier und anderen offiziellen paralympischen Veranstaltungen teilzunehmen. Der ukrainische Sportminister Matwij Bidny bestätigte diese Entscheidung und äußerte die Hoffnung, dass die ukrainische Flagge in Verona nicht verwendet wird. Auch das Nationale Paralympische Komitee der Ukraine hat seine Empörung über die IPC-Entscheidung zum Ausdruck gebracht, die es russischen und belarussischen Athleten erlaubt, unter eigener Flagge anzutreten.

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Die Entscheidung des IPC, die Teilnahme von sechs russischen und vier belarussischen Sportlern zuzulassen, wurde als umstritten kritisch bewertet. Der IPC-Sprecher Craig Spence erklärte, die Entscheidung sei im Rahmen eines demokratischen Prozesses gefallen. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha appellierte zudem an andere Staaten, der Eröffnungsfeier fernzubleiben.

Kritik an der Vorbereitung

Die Paralympischen Winterspiele 2026, die vom 6. bis 15. März in Mailand und Cortina d’Ampezzo stattfinden, stehen unter einem zunehmend kritischen Blickwinkel. Italien, das Gastgeberland, hat sich klar gegen die Entscheidung des IPC positioniert und sorgt damit für Spannungen und Diskussionen. Bereits vorher gab es von verschiedenen Seiten deutliche Kritik an der Eröffnungsfeier.

Die ÖPC hat angekündigt, dass die Fahnenträger Veronika Aigner und Markus Salcher nicht persönlich Teilnehmer der Veranstaltung sein werden. Stattdessen wird ein bereits aufgezeichnetes Video mit den beiden Sportlern bei der Eröffnungsfeier im Fernsehen ausgestrahlt. Maria Rauch-Kallat äußerte die Hoffnung, dass die Diskussion um den Boykott bald beendet ist und die Aufmerksamkeit wieder auf den Sport sowie einen fairen Wettkampf gerichtet werden kann. Der gesamte Verlauf der Paralympics wird somit durch diesen Boykott und die damit verbundenen Entscheidungen stark beeinflusst.

Die Entwicklungen rund um die Paralympischen Spiele werfen Fragen hinsichtlich fairer Teilnahmebedingungen und internationaler Solidarität auf. Weitere Informationen sind zu finden bei vienna.at, sportschau.de und spiegel.de.