Am 12. März 2026 äußerte sich US-Präsident Donald Trump zu den aktuell stark steigenden Ölpreisen und bezeichnete diese als vorteilhaft für die USA. Trump wies darauf hin, dass die Vereinigten Staaten der größte Ölproduzent der Welt sind und von hohen Preisen profitieren können. Dies steht im Widerspruch zu seinen Wahlkampfversprechen, die Energiepreise zu senken, nun steigen die Benzinpreise in den USA aufgrund des Krieges im Iran auf das höchste Niveau seit Sommer 2024.

Infolge der jüngsten iranischen Angriffe auf den Energiesektor im Persischen Golf gingen die Preise für ein Barrel Brent-Öl zeitweise über die Marke von 100 US-Dollar, wobei sie am Nachmittag bei 99,40 Dollar (85,83 Euro) notierten. Dies entspricht einem Anstieg von fast 8 Prozent gegenüber dem Vortag. Trump nannte den Iran „das Reich des Bösen“ und warnte vor der Gefahr von Atomwaffen, während iranische Streitkräfte weiterhin die Energiewirtschaft im Persischen Golf attackieren, darunter auch Treibstofftanks im Oman und Bahrain.

Geopolitische Lage und ihre Auswirkungen

Der Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran hat die Ölpreise weiter in die Höhe getrieben. Laut aktuellen Berichten haben sich die Rohölpreise zwischenzeitlich um fast 30 Prozent erhöht und erreichten rund 119 US-Dollar pro Barrel, den höchsten Stand seit 2022. Massive Versorgungsängste bestehen insbesondere rund um die Straße von Hormuz, die für etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung verantwortlich ist.

Marktbeobachter berichten von stark eingeschränkten Tankerbewegungen und Produktionskürzungen im Nahen Osten. Die steigenden Sicherheitsrisiken für die Energieinfrastruktur verschärfen die Situation zusätzlich. Europa sieht sich gezwungen, die eigene Energieversorgung kritisch zu hinterfragen und nach Alternativen zu suchen.

Rolle der europäischen Energieproduzenten

Das australische Unternehmen ADX Energy hebt die Notwendigkeit hervor, europäische Energieressourcen intensiver zu nutzen. ADX produziert bereits Öl und Gas in Österreich und arbeitet an der Entwicklung weiterer Projekte in Österreich und Italien. Im Jahr 2025 betrug die durchschnittliche Produktion in Österreich etwa 303 Barrel Öläquivalent pro Tag.

Besonders hervorzuheben ist, dass ADX seinen Anteil am Anshof-Feld in Oberösterreich auf 70 Prozent erhöhen konnte. Zudem zeigen die Untersuchungen im Projekt Welchau vielversprechende Anzeichen für leichtes Rohöl mit einem geschätzten Ressourcenpotenzial von etwa 18 Millionen Barrel sowie gasförmige Vorkommen, die auf etwa 387 Milliarden Kubikfuß geschätzt werden.

In Anbetracht der aktuellen geopolitischen Situation scheint es klar, dass Europa weiterhin auf Öl und Gas angewiesen sein wird. ADX Energy hat zudem kürzlich eine Offshore-Explorationslizenz im Sizilienkanal vor Italien erhalten, die ein potenzielles Gasvolumen von etwa 619 Milliarden Kubikfuß aufweist.

Die Entwicklungen in der Region verdeutlichen, wie fragil die globale Energieversorgung geworden ist und dass die Marktteilnehmer sich auf eine unsichere Zukunft einstellen müssen.