Ab dem 1. Mai 2026 tritt eine bedeutende Änderung im Bereich der Sekundärtransporte in Österreich in Kraft. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) wird die Finanzierung dieses Dienstes einstellen, was eine Reduzierung der Ausgaben um 9,8 Millionen Euro zur Folge hat. Diese Maßnahme wurde bereits den Bundesländern mitgeteilt und betrifft alle Regionen des Landes. Die ÖGK betont, dass die gesamte Leistung durch die jährlich bereitgestellten Mittel in Höhe von sechs Milliarden Euro für die Krankenanstaltenfinanzierung abgedeckt ist, weshalb für die Versicherten keine Zusatzkosten entstehen werden. Alle bezüglich der neuen Regelung relevanten Informationen wurden an wichtige Stellen ausgerollt, sodass die betroffenen Institutionen rechtzeitig informiert sind. 5min.at berichtet, dass eine Verrechnung der Sekundärtransporte mit Patienten ausgeschlossen ist.

Die Sekundärtransporte sind Transporte von bereits in einem Klinikum betreuten Patienten zu spezialisierten Versorgungseinheiten. Die Abrechnung soll zukünftig direkt mit den jeweiligen Rechtsträgern der Krankenanstalten vorgenommen werden, zu denen Länder, Städte, Gemeinden oder private Träger zählen können. Im Kalenderjahr 2025 wurden in Österreich etwa 47.600 Sekundärtransporte durchgeführt, davon mehr als 45.000 Fahrten und etwa 2.600 Transporte per Luftweg. Die Gesamtkosten für diese Transporte beliefen sich auf rund 9,8 Millionen Euro.Die Presse ergänzt, dass die ÖGK sich rechtlich abgesichert hat, bevor diese Entscheidung getroffen wurde.

Keine zusätzlichen Kosten für Versicherte

Die ÖGK hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Kürzungen nicht mit zusätzlichen Kosten für die Versicherten verbunden sein werden. Dank der Krankenanstaltenfinanzierung müsse niemand für die Sekundärtransporte aus eigener Tasche zahlen. Diese Transparenz ist besonders wichtig, da seit Juli 2025 bereits bei nicht medizinisch notwendigen Krankentransporten Selbstkostenbeiträge zwischen 7,55 und 150 Euro zu leisten sind. In den ersten drei Abrechnungsmonaten dieses Jahres wurden knapp 300.000 solcher Transporte abgerechnet. Die ÖGK sieht in der neuen Regelung einen Schritt, der eine effiziente Nutzung der Beiträge gewährleisten soll.NÖN hebt hervor, dass trotz der Streichung der Finanzierung die Sekundärtransporte weiterhin sichergestellt bleiben.