Gabriel Odor hat sich bei den Olympischen Winterspielen in Mailand Cortina, die vom 6. bis 22. Februar 2026 stattfinden, eindrucksvoll in Szene gesetzt. Am 19. Februar erreichte er über 1.000 Meter eine Zeit von 1:45,18, was ihm den achten Platz sicherte. Dieses Ergebnis kommt nur acht Tage nach seiner Disqualifikation und ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu seinen Leistungen bei der Europameisterschaft, wo er den sechsten Platz belegte. Zudem blieb er 2,36 Sekunden hinter dem Podium zurück, auf dem der US-Amerikaner Jordan Stolz mit der Silbermedaille und der Niederländer Kjeld Nuis mit Bronze standen. Er fühlte sich motiviert und wollte „voll angreifen“, was sich in seiner Leistung widerspiegelte.
Odor äußerte, dass er mit seinem Abschneiden dennoch zufrieden sei und den achten Platz bei Olympia als „Wahnsinn“ bezeichnete. Trotz einer geschwollenen Brust, resultierend aus einem Infekt, sieht er großes Potenzial für eine Verbesserung im Massenstart, wo er optimistisch seinen Auftritt plant. Auch sein Teamkollege Farthofer zeigte sich bei den 5.000 Metern entschlossen, beendete das Rennen jedoch auf dem 18. Platz und äußerte, dass „alles möglich“ sei im kommenden Massenstart.
Mentale Vorbereitung für den Wettkampf
Die Olympischen Spiele stellen für Athleten nicht nur einen sportlichen Höhepunkt dar, sondern auch eine immense mentale Herausforderung. Sportpsychologen wie Dr. Kai Engbert und Dr. Tom Kossak arbeiten seit Jahren mit Hochleistungsathleten, um die mentale Vorbereitung zu optimieren. Dr. Kossak betont die Bedeutung von Vertrauen und persönlichen Beziehungen für eine erfolgreiche sportpsychologische Betreuung. Diese Aspekte sind entscheidend, um den erhöhten mentalen Druck während der Spiele und die gesteigerte Aufmerksamkeit zu bewältigen. Vor dem Wettkampf ist es wichtig, routinierte Strategien zu stabilisieren und nicht mit neuen Techniken zu experimentieren.
Die Eishockeynationalmannschaft beispielsweise konzentriert sich auf Teambuilding, während individuelle Athleten wie Odor ihren optimalen mentalen Zustand eruieren müssen. Der Druck in den letzten Tagen vor einem Wettkampf erfordert eine angepasste Belastungssteuerung und Regeneration. Odor spiegelt diese Denkweise wider und hat sich große Ziele gesetzt, nachdem er bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking den zehnten Platz im Massenstart belegte. In Mailand peilt er nun eine einstellig Platzierung an und sieht die 1.000 Meter als ideale Vorbereitung für seine kommenden Rennen über die 1.500 Meter und im Massenstart.
Die Entscheidungen, die Athleten heute treffen, basieren auf jahrelanger harter Arbeit und einem klaren Verständnis ihrer Fähigkeiten. „Vertraue deinen Fähigkeiten, denn genau die haben dich bis hierher gebracht“, könnte für viele von ihnen ein zentraler Gedanke sein, während sie sich auf die kommende Herausforderung konzentrieren. Mit seiner positiven Einstellung und einem klaren Fokus auf seine Disziplinen könnte Odor tatsächlich seinen Platz unter den besten Athleten der Welt festigen.