Am 28. September 2025 ereignete sich am Hinteren Gosausee in Oberösterreich ein schwerer Unfall, bei dem eine 32-jährige Touristin aus China schwer verletzt wurde. Zusammen mit zwei gleichaltrigen Begleiterinnen hatte sie sich am See getroffen und beschlossen, den Rundweg zu erkunden. Allerdings wählten die Frauen flache Sneakers mit glatter Sohle, was sich als unzureichende Ausrüstung für das rutschige, felsige Gelände herausstellte. Um 16:15 Uhr stürzte die 32-Jährige mehrere Meter in den See und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Ihre Begleiterinnen blieben schockiert am Unfallort stehen, während ein 43-jähriger Mann aus dem Bezirk Freistadt den Vorfall beobachtete und umgehend die Einsatzkräfte alarmierte. Er zögerte nicht und sprang ins Wasser, um die Verletzte zu retten.
Dank der mutigen Aktion des Mannes konnte die Frau schnell erreicht werden. Er brachte sie schwimmend ans Ufer, wo die Bergrettung Gosau die Sicherung der drei Touristinnen übernahm. Der schwerverletzten Frau wurde per Tau von einem Rettungshubschrauber geholfen, medizinisch erstversorgt und anschließend ins Krankenhaus Schwarzach im Pongau geflogen. Die beiden anderen Frauen wurden ebenfalls mit dem Hubschrauber ans Seeufer abgeseilt, blieben jedoch unverletzt. Die genauen Umstände des Unfalls zeigen die Gefahren auf, die beim Wandern in alpinem Gelände bestehen, insbesondere bei inadäquater Ausrüstung, wie 5min.at berichtet.
Weitere Rettungseinsätze in der Region
Der Vorfall am Gosausee war nicht der einzige Rettungseinsatz an diesem Tag. Laut einem Bericht von nachrichten.at mussten die Bergretter in zwei weiteren Einsätzen fünf Urlauber retten, die ebenfalls in Schwierigkeiten geraten waren. Zwei tschechische Wanderer hatten sich am Nachmittag bei einem Abstieg von der Adamekhütte verirrt. Aufgrund starken Regens und zunehmender Dunkelheit riefen sie gegen 21:45 Uhr um Hilfe, nachdem ihre Handyakkus zur Neige gingen.
Zusätzlich verirrte sich eine deutsche Urlauberfamilie am Ufer des Gosausees. Sie hatten am Vormittag den Weg vom Vorderen zum Hinteren Gosausee gewählt und begaben sich danach ab der Hohen Holzmeisteralm ohne ausgemachten Pfad in Richtung Norden. Angesichts des unwegsamen Geländes und steigendem Regen verständigten sie gegen 17:20 Uhr die Einsatzkräfte. Glücklicherweise blieben alle Betroffenen der verschiedenen Einsätze unverletzt, was erneut die guten Einsatzfähigkeiten der Bergrettung dokumentiert und zeigt, wie wichtig präventive Sicherheitsmaßnahmen beim Wandern sind.
Sicherheitsstatistiken im alpinen Raum
Die Vorfälle am Gosausee korrelieren mit allgemeinen Trends in der alpine Unfallstatistik. Laut dem Österreichischen Kuratorium für alpine Sicherheit (ÖKAS) und der Alpinpolizei werden jährlich über 8.000 Alpinunfälle registriert, die eine umfassende Datenbank über das Unfallgeschehen in den österreichischen Bergen darstellen. Diese Statistiken helfen, das Unfallgeschehen im Bergsport zu erfassen und Aufschluss über präventive Maßnahmen zu geben. Zudem werden die Verunfallten in verschiedene Kategorien, wie Tote, Verletzte und Unverletzte unterteilt. Etwa ein Drittel der Verunfallten setzt einen Notruf ab oder wird unverletzt geborgen, häufig aufgrund von Blockierungen im Gelände, wie auf alpinesicherheit.at festgehalten.