Oberösterreich

„Laborfleisch in Oberösterreich: Widerstand gegen die Zukunft des Fleischkonsums“

Die Debatte um Laborfleisch: Warum Oberösterreich gegen die Zukunftsvision kämpft

In Oberösterreich hat der Landtag einen Antrag der FPÖ mit großer Mehrheit unterstützt, der sich gegen die Produktion und den Import von Laborfleisch richtet. Laborfleisch wird aus Stammzellen lebender Tiere hergestellt und stellt nach Ansicht der Befürworter des Antrags eine Bedrohung für die konventionelle Tierhaltung dar. Auch die gesundheitlichen Risiken des Verzehrs von Laborfleisch werden als äußerst bedenklich angesehen.

Der Agrar-Sprecher der FPÖ Oberösterreich, LAbg. Franz Graf, betonte die Bedeutung des Landtagsbeschlusses als Schutzmaßnahme für Bauern, Konsumenten und die Gesundheit. Er forderte den Bund auf, nun entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. In vielen Ländern, darunter Italien, stößt Laborfleisch auf Widerstand. Italien hat als erstes EU-Land bereits ein Verbot für Lebensmittel aus Zellkulturen verabschiedet.

Die Herstellung von Laborfleisch erfolgt durch die Gewinnung von Stammzellen aus dem Muskelgewebe lebender Tiere. Diese Zellen werden im Labor in einer Nährlösung vermehrt, wofür auch ein Wachstumsserum benötigt wird. Bisher wurde häufig Blut von Kälberföten für das Serum genutzt, was mit ethischen Bedenken einhergeht. Alternativen, die ohne fötale Kälberserum auskommen, werden jedoch bereits erforscht. Das Endprodukt, wie Burger-Patties oder Nuggets, wird entweder mit einem Fleischwolf oder einem 3D-Drucker geformt.

Der Beschluss des Oberösterreichischen Landtags zeigt die aktuelle Debatte über Laborfleisch auf europäischer Ebene. Es bleibt abzuwarten, wie sich weitere Länder und die EU insgesamt zu dieser Thematik positionieren.

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