Ein 56-jähriger Familienvater aus Wels in Oberösterreich wird seit dem 29. November 2025 als vermisst gemeldet. Die 24-jährige Tochter hat am selben Tag, gegen 12 Uhr, die offizielle Vermisstenanzeige erstattet. Der gesundheitliche Zustand des Vermissten ist besorgniserregend, da er an beginnender Demenz leidet und kein Handy bei sich trägt. Am 7. Dezember 2025 wurde das Fahrzeug des Mannes, ein schwarzer Opel Mokka, in Hauzenberg, Deutschland, gefunden. Das Auto steckte in einem nassen Feld fest und war verriegelt.

Die Fahndung nach dem Vermissten gestaltet sich bisher schwierig. Die Polizei hat eine groß angelegte Suche mit Hubschraubern im Umkreis des Auffindungsortes eingeleitet, bisher blieb diese jedoch ergebnislos. Die örtlichen Einsatzkräfte bitten die Bevölkerung um Mithilfe und rufen dazu auf, Hinweise unter der Telefonnummer +43 59133 47 3333 zu melden.

Beschreibung des Vermissten

Der vermisste Mann hat eine Körpergröße von etwa 180 cm und wiegt rund 90 kg. Er hat eine korpulente Statur und graues, kurzes Haar. Zuletzt war er mit einer dunkelblauen Winterjacke, dunkelblauen Jeans, hellblauen New Balance Schuhen und einer grauen Haube bekleidet. Aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme besteht die Befürchtung, dass ihm ein Unfall zugestoßen sein könnte.

Das Bundeskriminalamt (BKA) in Deutschland informiert, dass Personen als vermisst gelten, wenn sie unerklärlich von ihrem Aufenthaltsort fernbleiben und eine Gefahr für Leib oder Leben angenommen wird. Dies gilt insbesondere für Erwachsene im Falle einer akuten Gefahr, während verschollene Minderjährige direkten Behördenzugriff genießen und oftmals in staatliche Obhut genommen werden müssen. Statistisch erfordert die Suche nach vermissten Personen manchmal große Ressourcen, und in Deutschland gibt es eine Vielzahl an Fällen, die täglich bearbeitet werden.

Statistiken zur Vermisstenfahndung

Im Informationssystem der Polizei (INPOL) waren am 1. Jänner 2025 rund 9.420 Vermisstenfälle registriert. Täglich kommen etwa 200 bis 300 neue Fahndungen hinzu, wobei 50 % der Fälle innerhalb der ersten Woche geklärt werden. Dennoch sind rund 3 % der vermissten Personen länger als ein Jahr unauffindbar. Besonders auffällig ist der hohe Anteil an männlichen vermissten Personen, welcher über zwei Drittel der Fälle ausmacht; von den rund 18.100 im Jahr 2024 gemeldeten vermissten Kindern konnten 96,7 % bis Jahresende aufgeklärt werden.

Die Häufigkeit des Verschwindens von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zeigt 2024 einen Anstieg auf etwa 4.300 Fälle, wobei der Großteil auf das Verlassen zugewiesener Unterkünfte zurückzuführen ist und eine Aufklärungsquote von rund 79 % erreicht wird.

Die Polizei und Verbände wie das BKA betonen die Dringlichkeit, Informationen über vermisste Personen schnellstmöglich zu melden und die Bevölkerung um Mithilfe zu bitten. Oft sind die Gründe für das Verschwinden vielfältig und reichen von gesundheitlichen Problemen bis hin zu kriminellen Hintergründen. Jede Unterstützung kann entscheidend sein, um vermisste Personen schnell wiederzufinden.

Für mehr Informationen zur Vermisstenfahndung und weiteren Statistiken besuchen Sie die Seiten von 5min, BKA und TAG24.