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Die Spekulationen um eine mögliche Übernahme des österreichischen Motorradherstellers KTM durch BMW Motorrad erreichen einen neuen Höhepunkt. Wie oe24 berichtet, hat BMW Motorrad einen viel diskutierten Social-Media-Post veröffentlicht, in dem Motorräder in auffälligem KTM-Orange neben einem BMW M3 abgebildet waren. Trotz des offiziellen Schweigens von BMW über die Übernahmegerüchte und des schnellen Löschens des Postings hat das Unternehmen damit die Gerüchteküche weiter angeheizt. Insider sprechen von ungenannten potenziellen Investoren, zu denen auch BMW zählt, während KTM selbst auf ein striktes Geheimhaltungsgebot besteht.
Die Situation bei KTM ist angespannt. Das Unternehmen, eine Tochtergesellschaft der Pierer Mobility AG, musste Ende November 2024 ein Insolvenzverfahren einleiten. Am 25. Februar 2025 wurde ein gerichtliches Sanierungsverfahren durchgeführt, bei dem die Gläubiger einen weitreichenden Sanierungsplan genehmigten. Die Gläubiger sollen 30 Prozent ihrer Forderungen bis zum 23. Mai 2025 erhalten, wobei die Höhe dieser Forderungen insgesamt 548 Millionen Euro beträgt. Sollte BMW tatsächlich übernehmen, was Insider vermuten, könnten sich gravierende Änderungen für den Standort Oberösterreich ergeben, inklusive der Verlagerung von Arbeitsplätzen und der Forschungsabteilung nach München.
Die Branche im Wandel
Zusätzlich zu BMW äußern auch andere Investoren wie der indische Partner Bajaj und der industrielle Investor Stephan Zöchling Interesse an KTM. Bajaj hat bereits finanziell in die Produktion in Mattighofen investiert. Die Produktionsstätten von KTM sollen ab Mitte März 2025 schrittweise wieder hochgefahren werden, wobei die Vollauslastung innerhalb von drei Monaten erreicht werden soll, wie auto motor und sport berichtet. Diese dynamische Entwicklung führt dazu, dass die gesamte österreichische Zulieferindustrie im möglichen Umbruch steckt. Ein Insider warnte bereits vor möglichen Konsequenzen und der Ausschluss zahlreicher lokaler Zulieferer aus der Wertschöpfungskette.
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