Josef Ratzenböck, der ehemalige Alt-Landeshauptmann von Oberösterreich, ist am 23. Dezember 2025 im Alter von 97 Jahren verstorben. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke, und er wird als „Landesvater“ in die Geschichte eingehen. Um Abschied zu nehmen, wurden eine Reihe von Trauerfeierlichkeiten geplant, die den Respekt und die Dankbarkeit der Bevölkerung widerspiegeln. Krone.at berichtet, dass ein Requiem am Samstag, dem 10. Jänner 2026, im Mariendom stattfinden wird, wo 800 Sitzplätze für die Öffentlichkeit vorgesehen sind.

Die Aufbahrung von Dr. Ratzenböck wird am Freitag, dem 9. Jänner 2026, ab 9 Uhr in der Minoritenkirche im Linzer Landhaus möglich sein. Die Bevölkerung hat die Gelegenheit, bis 18 Uhr von ihm Abschied zu nehmen. Seinen Lebensweg und sein Engagement für Oberösterreich sollen auch in einem Gebet am selben Abend um 19 Uhr gewürdigt werden. Am 10. Jänner 2026 um 10 Uhr findet zudem ein gemeinsames Gedenken des Oberösterreichischen Landtags und der Landesregierung im Steinernen Saal des Linzer Landhauses statt, zu dem nur geladene Gäste Zugang haben.

Feierlichkeiten und Kondolenzen

Das Requiem im Mariendom Linz, das am 10. Jänner um 12 Uhr gefeiert wird, bildet den Höhepunkt der Trauerfeierlichkeiten. Kondolenzbücher werden sowohl in der Minoritenkirche als auch im Mariendom ausgelegt. Darüber hinaus wurde ein Online-Kondolenzbuch unter www.kondolenz.ooe.gv.at eingerichtet. Die Trauerfamilie hat darum gebeten, statt von Blumen oder Kränzen Spenden an die „Freunde der Caritas“ zu überweisen (IBAN AT13 3400 0000 0011 4009, Kennwort: Dr. Ratzenböck).

Josef Ratzenböck wurde zwischen Oktober 1977 und März 1995 Landeshauptmann von Oberösterreich und prägte über Jahre hinweg die politische Landschaft des Landes. Sein Wirken und seine Verdienste werden in der kommenden Zeit intensiv reflektiert.

Ein historischer Kontext

Der Tod von Dr. Ratzenböck fällt in ein bewegtes Jahr, in dem das 80. Jubiläum der Befreiung vom Nationalsozialismus begangen wird. 2025 ist ein bedeutendes Jahr für die österreichische Geschichte, das auch das 70-jährige Bestehen des Staatsvertrags und den 60. Nationalfeiertag begehen wird. Diese Jubiläen bieten zahlreiche Möglichkeiten zur historisch-politischen Bildung, wie auf bmb.gv.at beschrieben. Die Jahresthemen fordern zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und den Werten der Demokratie auf.

Als ein bedeutender Akteur in der politischen Szene wird Ratzenböck auch im Kontext dieser Jubiläen betrachtet werden. Seine Lebensleistung und der Einfluss, den er auf die Gesellschaft hatte, werden weiterhin in Erinnerung bleiben. Die Feierlichkeiten um seinen Tod bieten nicht nur die Möglichkeit, ihm zu gedenken, sondern auch, die politischen Entwicklungen Österreichs kritisch zu reflektieren.