In Niedersachsen grassiert derzeit ein Ausbruch des Norovirus, der fast 200 Schulkinder infiziert hat, hauptsächlich aus dem Volksschulalter. Der Vorfall ereignete sich in der Grundschule in Bad Laer, Landkreis Osnabrück. Bei einer Untersuchung wurden 144 Kinder und sechs Lehrkräfte als positiv auf das Virus getestet, und mehr als zwei Drittel der Schüler sind krankgemeldet. Das Gesundheitsamt vermutet, dass eine Faschingsfeier am Montag zur schnellen Verbreitung des Virus beigetragen hat, die ersten Krankheitsfälle wurden am darauffolgenden Dienstag registriert. Zusätzlich sind 53 Schüler einer Oberschule in demselben Ort betroffen, was die Dimension des Ausbruchs vergrößert.

Der Schulbetrieb wird trotz der hohen Anzahl an erkrankten Kindern aufrechterhalten, jedoch hat das Gesundheitsamt erweiterte Maßnahmen zur Hygiene und Desinfektion angeordnet. Dazu gehört, dass das Buffet an den betroffenen Schulen vorübergehend gestrichen wurde. Die Schule wird intensiv gereinigt, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Erkrankte Schülerinnen und Schüler dürfen frühestens 48 Stunden nach Abklingen der Symptome wieder zur Schule kommen. Die Rückkehr zur Normalität wird engmaschig überwacht, da Noroviren bekanntlich eine hohe Ansteckungsgefahr und eine schnelle Verbreitung durch Schmierinfektionen aufweisen.

Verbreitung des Norovirus

Noroviren sind hoch ansteckend und verursachen akute Magen-Darm-Erkrankungen. Zu den typischen Symptomen zählen starkes Erbrechen, Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) sind Noroviren weltweit verbreitet und verantwortlich für zahlreiche nicht bakteriell bedingte Gastroenteritiden, insbesondere bei Kindern unter fünf Jahren und Erwachsenen über 70 Jahren. Die Inkubationszeit liegt bei etwa sechs bis 50 Stunden, und Personen können auch bis zu 14 Tage nach Abklingen der Symptome ansteckend bleiben.

Das RKI empfiehlt, insbesondere nach dem Toilettengang auf strikte Hygieneregeln zu achten und gegebenenfalls erkrankte Personen sofort abzusondern. Dies ist besonders wichtig in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, in denen sich das Virus rasch ausbreiten kann. Bisher bleibt der Ursprung des Virus in diesem speziellen Ausbruch jedoch unklar. Das Schulessen in der Mensa wird als unwahrscheinliche Infektionsquelle angesehen, da der Caterer auch andere Einrichtungen beliefert, in denen es keine ähnlichen Ausbrüche gab.

Maßnahmen zur Eindämmung

Um die Verbreitung des Norovirus einzudämmen, sind Präventionsmaßnahmen unerlässlich. Ausbrüche erfordern schnelles Handeln, einschließlich der Isolation betroffener Personen und der Schulung des Schulpersonals in Hygienemaßnahmen. Das Gesundheitsamt hat bereits angekündigt, dass häufigere Desinfektionen von Kontaktflächen erforderlich sein werden, um die Übertragung des Virus zu verhindern. Laut dem RKI ist es wichtig, dass Schul- und Gemeindeeinrichtungen auf solche Infektionswellen vorbereitet sind, um das Risiko für die Gesundheit von Kindern und Lehrkräften zu minimieren.