Die Fisch-Imbisskette Nordsee sorgt in Österreich für Aufsehen, indem sie erstmals spezielle Ramadan-Menüs anbietet. Diese Menüs sind ab 17 Uhr erhältlich und richten sich gezielt an gläubige Muslime, die während des Fastenmonats auf Essen und Trinken verzichten. Angeboten werden Kombinationen aus Fischburger, Pommes und Getränk, die mittlerweile auch auf der Website des Unternehmens beworben werden, und in orientalisch anmutender Gestaltung präsentiert werden. Laut exxpress läuft der Ramadan in diesem Jahr von Mitte Februar bis Mitte März, wie auch in den Erläuterungen der Österreich hervorgehoben wird.

In Österreich leben schätzungsweise rund 800.000 Menschen muslimischen Glaubens, und mit über 30 Filialen ist Nordsee gut positioniert, um diese Zielgruppe anzusprechen. Die nötigen fastenden Kunden können nun nach Sonnenuntergang eine Auswahl genießen. Während der Ramadan-Zeit haben Muslime von der Morgendämmerung bis zur Abenddämmerung zu fasten, was einige Änderungen im Alltag mit sich bringt. Das Fasten gilt für alle, die geistig gesund und volljährig sind, wobei es Ausnahmen für Minderjährige, Kranke, Schwangere und stillende Frauen gibt, wie auch von Wikipedia erläutert wird.

Kritik und Diskussionen

Die Kampagne von Nordsee hat bereits für rege Diskussionen auf sozialen Medien und in anderen Kanälen gesorgt. Einige kritische Stimmen bezeichnen das Angebot als einen „Kniefall“ vor der muslimischen Gemeinschaft. Das Unternehmen wird gefragt, warum vergleichbare Angebote für andere Religionsgemeinschaften nicht existieren. Diese Meinung reflektiert eine breitere gesellschaftliche Debatte über den Umgang mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen in der Gastronomie und der Öffentlichkeit. Kritiker äußern Bedenken bezüglich der Kommerzialisierung religiöser Praktiken, während Befürworter das Angebot als eine Möglichkeit sehen, den interkulturellen Austausch zu fördern.

Es bleibt abzuwarten, ob sich das Konzept wirtschaftlich rechnet. In Deutschland, wo Nordsee über 300 Standorte hat, wird die Aktion ebenfalls beworben, was die Reichweite dieser Kampagne unterstreicht. Die gezielte Bewerbung des Ramadan-Angebots thematisiert auch allgemeine Fragen zur Vielfalt von Feiertagen und kulinarischen Traditionen im Land.