Am Dienstag, dem 25. Februar 2026, fanden in Norwegen hochkarätige Europacup-Rennen im Ski Alpin statt. Die Veranstaltung umfasste sowohl Männer- als auch Frauen-Riesentorläufe. Im Rahmen dieser Wettbewerbe erreichte die österreichische Skifahrerin Nina Astner einen bemerkenswerten dritten Platz im Riesenslalom in Oppdal, nur 0,42 Sekunden hinter der Siegerin Vanessa Kasper aus der Schweiz. Die Italienerin Ilaria Ghilasberti sicherte sich den zweiten Platz mit nur 0,10 Sekunden Rückstand auf Kasper. Astner hat in dieser Saison bislang erst drei Europacup-Riesentorläufe bestritten und steht nun mit 196 Punkten an elfter Stelle der Riesentorlauf-Wertung, was sie zur bestplatzierten Österreicherin in dieser Disziplin macht. Ein weiterer Europacup-Riesentorlauf ist für Mittwoch in Oppdal angesetzt.

Im Männer-Riesenslalom in Norefjell konnte Noel Zwischenbrugger als bester Österreicher den 14. Platz (+1,99 Sek.) erreichen. Am Montag gewann Fadri Janutin, während Lenz Hächler am Dienstag vor Janutin (+0,06 Sek.) auf den ersten Platz fuhr. In der Gesamtwertung des Europacups führt Sandro Zurbrügg mit 501 Punkten, gefolgt von Janutin mit 449 Punkten und Zwischenbrugger, der mit 249 Punkten auf Platz 7 rangiert.

Nina Astner: Aufstieg im Ski Alpin

Nina Astner wurde am 24. Juli 2000 in Kitzbühel, Österreich, geboren und repräsentiert den Verein SC Itter. Seit ihrem internationalen Renndebüt im Jahr 2016 hat sie sich im Ski Alpin einen Namen gemacht. Sie war bereits Mitglied im Ski Austria A-Kader während der Saison 2025/27. Nach ihrem Weltcupdebüt am 21. Dezember 2021 in Courchevel hat sie kontinuierlich Fortschritte gemacht, darunter einen 4. Platz in der Riesentorlaufwertung der Europacupsaison 2021/22 und beeindruckende Leistungen in den darauffolgenden Saisons.

Zuletzt sicherte sie sich ihren ersten Sieg im Europacup am 6. Dezember 2023 in Zinal. Trotz einer Verletzung in der Saison 2023/24, die sie vorzeitig beendete, hat sie in der Saison 2024/25 erneut Siege gefeiert und einen Fixstartplatz für die Weltcupsaison 2025/26 erhalten. Zudem wurde sie in das österreichische Aufgebot für die Olympischen Winterspiele 2026 aufgenommen.

Herausforderungen und Verletzungsrisiken

Die aktuelle Wettkampfperiode wird jedoch von einer alarmierenden Verletzungsserie im Ski Alpin überschattet. Wie Sportschau berichtet, sind zahlreiche prominente Athletinnen wie Lara Gut-Behrami und Lauren Macuga aufgrund schwerer Verletzungen, insbesondere Kreuzbandrissen, für die gesamte Saison und die Olympischen Spiele außer Gefecht gesetzt. Diese Verletzungen betreffen verstärkt Frauen und werfen Fragen zur Sicherheit im Alpinsport auf.

Die Deutsche Skimannschaft hat in den letzten fünf Jahren 36 Kreuzbandrisse dokumentiert, von denen 20 Athletinnen betroffen sind. Der Bundestrainer des deutschen Skiverbandes, Karlheinz ‚Charly‘ Waibel, hebt hervor, dass die Verletzungsursachen vielseitig sind und von der physischen Verfassung über Kurssetzung bis hin zu Materialfragen reichen. Die FIS hat bereits Sicherheitsmaßnahmen eingeführt, um das Verletzungsrisiko zu verringern, darunter eine Airbagpflicht und das Verbot von carbonbasierten Schienenbeinen.

Trotz dieser Herausforderungen zeigt Nina Astner konstant gute Leistungen und erweist sich als vielversprechende Athletin im internationalen Wettbewerb. Ihr nächster Wettkampf wird zeigen, ob sie ihren Aufwärtstrend fortsetzen kann.