Am 28. September 2025 stellte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Rahmen der Veranstaltung „Auf der Walz“ die Bedeutung der Baukultur am Semmering in den Mittelpunkt. Diese Veranstaltung wurde organisiert im Rahmen des Projekts „Handwerk & Baukultur“, welches darauf abzielt, die Erhaltung und Transformation der Baukultur in dieser historisch reichen Region zu fördern. Der Semmering ist nicht nur ein beliebtes Naherholungsgebiet, sondern auch bekannt für seine beeindruckenden denkmalgeschützten Bauwerke, darunter die Semmeringeisenbahn, die als erste Hochgebirgseisenbahn der Welt gilt und 1998 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde.

Laut Niederösterreich.gv.at stand die Veranstaltung im Zeichen von Kunst, Klang, Kulinarik und Diskussionsforen. Mikl-Leitner nutzte die Plattform, um Einblicke in die Instandsetzung historischer Bauten zu gewähren und die Rolle des Handwerks in der Baukultur zu betonen. Die Region erstreckt sich über die Bundesländer Niederösterreich und Steiermark und umfasst eine Lebensgemeinschaft von rund 20.000 Menschen. Dennoch ist die Region von Herausforderungen wie zunehmenden Leerständen und einem Rückgang traditioneller Handwerksberufe betroffen.

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Maßnahmen zur Revitalisierung

Im Rahmen des Projekts „Semmering 2030+“ plant die Landesregierung über 80 Vorhaben bis 2030, darunter 28 Starterprojekte. Dazu zählen die Revitalisierung historischer Grandhotels wie Panhans und das Südbahn- und Kurhotel. Investitionen in die kommunale Infrastruktur, nachhaltige Mobilität sowie Freizeit- und Naturerlebnisse sind ebenfalls Teil der umfassenden Strategie, die darauf abzielt, den Semmering als Lebens-, Erholungs- und Tourismusregion zu stärken.

Der Veranstaltungsort erstreckte sich über mehrere bedeutende Standorte, darunter Payerbach, der Posthof Schottwien und das Südbahnhotel Semmering. Mikl-Leitner besuchte auch den Kuppelbau „work in progress“ in Payerbach sowie die Ausstellung „Terrain Vague“ im Waldhofsaal des Südbahnhotels. Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, sprach über die Initiative D NA Semmering, die mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, die regionstypischen Ressourcen sichtbarer zu machen und somit für eine nachhaltige Entwicklung zu werben.

Nachhaltigkeit in der Baukultur

Die Agenda 2030 der UNO155 fungiert als globaler Rahmen für Nachhaltigkeitspolitik und schließt auch die Baukultur mit ein. Ein umfassendes Verständnis von Nachhaltigkeit umfasst nicht nur ökologische und ökonomische, sondern auch soziale Aspekte. Laut BAK kann die Qualität der Baukultur entscheidend zur Schaffung eines nachhaltigen Wohnraums beitragen. In der Region Semmering zeigen sich ungenutzte Potenziale, die durch eine Sichtbarmachung der vorhandenen Ressourcen entwickelt werden sollen. Ziel ist es, dazu beizutragen, dass die Region für kommende Generationen lebenswert bleibt.

Bei der Veranstaltung, die unter anderem durch ein interaktives Podiumsgespräch mit verschiedenen Experten und ein Improvisationstheater begleitet wurde, wurde die Wichtigkeit eines aktiven Austauschs über die zukünftige Entwicklung der Region betont. Letzter Stopp der Tour war das Sporthotel Semmering, wo die Teilnehmer eindrucksvolle Impulse zur künftigen Baukultur erhielten.