Niederösterreich

Protest gegen Ostumfahrung Wiener Neustadt: Aktivisten fordern Stopp!

Umweltaktivisten kämpfen gegen geplante Ostumfahrung Wiener Neustadt

Protestkundgebung gegen Ostumfahrung Wiener Neustadt

Aktivisten haben in einer "Pressekonferenz der Tiere 2.0" den sofortigen Stopp der geplanten Ostumfahrung Wiener Neustadt gefordert. Das Bauprojekt würde durch ein Naturschutzgebiet und fruchtbare Äcker eine verheerende Asphaltschneise ziehen. In Lichtenwörth fand ein Aktionstag statt, bei dem Protestierende gemeinsam Erdäpfel auf einem von der Enteignung betroffenen Acker pflanzten. Die Plattform "Vernunft statt Ostumfahrung" lud zur Veranstaltung, bei der Teilnehmer als Tiere wie Ziesel, Feldhase und Hirschkäfer verkleidet waren.

Doris Holler-Bruckner, eine Aktivistin aus der Protestbewegung gegen den Bau eines Donaukraftwerks vor 40 Jahren, betonte die Aktualität der damaligen Forderungen. Es gehe um den Schutz von Wasser, Wald, eine nachhaltige Klima- und Umweltpolitik sowie um mehr direkte Demokratie. Reinhard Bödenauer erinnerte an den David-gegen-Goliath-Kampf der Aktivist:innen gegen große Gegner bei der Besetzung der Stopfenreuther Au nahe Hainburg 1984.

Helmut Buzzi, ein weiterer Teilnehmer der Proteste in Hainburg von damals, äußerte Kritik an Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) in Bezug auf die Ostumfahrung Wiener Neustadt. Der Bau der 4,8 Kilometer langen B17 Ostumfahrung soll im Herbst beginnen und bis 2027 abgeschlossen sein. Die neue Straße wird an die B60 angeschlossen und führt in Richtung Süden zur B53 beim Anschluss zur Mattersburger Schnellstraße (S4). Die Enteignung von sieben Grundeigentümern ist bereits beschlossen, sollte die Politik nicht einlenken, wird mit einem Proteststurm gerechnet, der dem von Hainburg ebenbürtig ist.

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