In der Nacht zum 17. Jänner 2026 wurde die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen in gleich mehreren Einsätzen gefordert. Ab 01:45 Uhr brannten in der Innenstadt und im Stadtteil Wellesweiler insgesamt sechs Feuer. Die Feuerwehr rückte zu den Einsätzen aus und bewältigte die Feuer, die sich über die gesamte Nacht verteilten. Der schlimmste Brand ereignete sich in einer Garage in der Albert-Schweitzer-Straße, wo sieben Bewohner eines angrenzenden Wohnhauses vor giftigem Brandrauch in Sicherheit gebracht werden mussten. Alle Bewohner blieben unverletzt, als das Löschfahrzeug ankam.
Der erste Alarm wurde um 01:45 Uhr mit einem Brand einer Mülltonne in der Eisenbahnstraße ausgelöst, der rund 30 Minuten in Anspruch nahm. Die Feuerwehr wurde anschließend um 03:45 Uhr erneut alarmiert, als das Feuer in der Garage in der Albert-Schweitzer-Straße gemeldet wurde. Zwar waren keine Autos in der Garage, doch zahlreiche Gegenstände standen in Flammen. Unterstützung erhielt die Feuerwehr von dem Löschbezirk Wiebelskirchen, der zur Unterstützung des Atemschutzeinsatzes gerufen wurde. Weitere Meldungen ergingen um 04:20 Uhr, als in der Hüttenbergstraße eine brennende Mülltonne entdeckt wurde. Eine zweite brennende Tonne wurde in der Jakobstraße festgestellt, wobei ein Anwohner berichtete, dass er selbst eine weitere brennende Tonne gelöscht hatte. Der letzte Alarm ging um 05:20 Uhr ein, als ein brennender Papiercontainer in der Eisenbahnstraße gemeldet wurde. Der Einsatz endete gegen 06:20 Uhr. Die Polizei hat nun Ermittlungen zur Brandursache bei allen sechs Bränden eingeleitet.
Brandserie wirft Fragen auf
Die aktuellen Ereignisse stehen im Kontext einer Brandserie in Neunkirchen, die in der Zeit vom 2. bis 11. Jänner 2026 stattfand. Dabei wurden im Eingangsbereich der Christuskirche am Unteren Markt drei Brände registriert, die durch Wurfbrandsätze mit flüssigem Brandbeschleuniger gelegt wurden. Ein 45-jähriger Mann wurde am Mittwoch, den 14. Jänner 2026, festgenommen und steht unter dem Verdacht der schweren Brandstiftung in mehreren Fällen.
Die Ermittlungen, die von der Polizeiinspektion Neunkirchen und dem Landeskriminalamt geleitet werden, haben umfangreiche Beweismittel sichergestellt. Nähere Informationen über das laufende Verfahren sind von der Polizei nicht verfügbar. Innenminister Reinhold Jost hat das Vorgehen der Einsatzkräfte und die Zusammenarbeit der verschiedenen Dienststellen gewürdigt.
Brandursachen im Fokus
Im weiteren Kontext zur Brandgefahr wurden ebenfalls relevante Statistiken veröffentlicht. Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS) hat eine Statistik zu Brandursachen für 2024 veröffentlicht, die auf Daten von 2015 bis 2024 basiert. Jährlich ermittelt das IFS etwa 2.000 Brandursachen, insbesondere bei Bränden mit erheblichen Gebäudeschäden. Die Ergebnisse zeigen stabile Anteile der häufigsten Brandursachen, darunter Elektrizität und menschliches Fehlverhalten, jedoch wurde eine Zunahme von Akkubränden festgestellt, die vor allem auf die steigende Zahl akkubetriebener Geräte zurückzuführen ist. Diese Statistiken sind nicht repräsentativ für das gesamte Schadengeschehen, verdeutlichen jedoch die Wichtigkeit präventiver Maßnahmen.
Die Entwicklungen in Neunkirchen und die allgemein steigenden Brandrisiken unterstreichen die Notwendigkeit von Aufklärung und Prävention im Bereich Brandschutz.
Für weiterführende Informationen zu den Einsätzen in Neunkirchen lesen Sie fireworld.at, zu der Brandserie saarnews.com und zu den Brandursachenstatistiken feuertrutz.de.