Am Freitagabend kam es in Breitenfurt im Bezirk Mödling zu einem Wohnhausbrand, der erhebliche Verletzungen und einen großen Einsatz der Feuerwehr zur Folge hatte. Der Brand brach gegen 22.30 Uhr aus und begann im Bereich des Dachbodens, wo er schnell auf den Dachstuhl übergriff. Zwei Bewohner des Hauses erlitten Rauchgasvergiftungen, konnten sich jedoch selbständig ins Freie retten und wurden ins Krankenhaus gebracht, wie die Kleine Zeitung berichtet.
Die Feuerwehr war im Einsatz, um den Brand mit Hilfe von Drehleitern und mehreren handgeführten Rohren sowohl im Innen- als auch im Außenbereich zu löschen. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurden weitere Nachlöscharbeiten erforderlich, darunter das Öffnen des Dachstuhls mit einer Rettungssäge sowie die Nutzung von Wärmebildkameras, um verbliebene Glutnester zu lokalisieren und abzulöschen.
Verletzte und Tierrettung
Wie aus zusätzlichen Berichten hervorgeht, sind in einem ähnlichen Vorfall in Blieskastel, der am Mittwochmorgen stattfand, vier Personen, darunter zwei Frauen und zwei Kinder, leicht verletzt worden. Auch sie konnten sich selbst in Sicherheit bringen und wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht, meldet die Rheinpfalz.
In beiden Vorfällen wurden auch zahlreiche Haustiere gerettet. Im Breitenfurter Brand retteten Feuerwehrleute zwei Katzen, während eine andere Katze eigenständig ins Freie flüchten konnte. Im Blieskasteler Fall waren darüber hinaus drei Hunde und drei Katzen in Sicherheit gebracht worden.
Rauchgasvergiftung und Gefahren bei Bränden
Die Gefahr durch Rauchgasvergiftungen ist erheblich. Experten warnen, dass bei Wohnhausbränden giftige Gase, nicht die sichtbaren Flammen, die größte Bedrohung darstellen. Zu den besonders gefährlichen Bestandteilen des Rauches zählen Cyanid-Verbindungen und Kohlenmonoxid. Letzteres ist besonders tückisch, da es unsichtbar, geruchlos und geschmacklos ist und eine gefährliche Anreicherung im Blut bewirken kann, wie die WDR berichtet.
Kinder sind besonders gefährdet, da sie schnellere Sättigung des Blutkreislaufs erreichen können. Bei Rauchgasvergiftungen erfordert die Behandlung oft eine künstliche Beatmung mit hochkonzentriertem Sauerstoff. In schweren Fällen ist sogar eine Behandlung in einer Druckkammer notwendig. Wenn Betroffene jedoch rechtzeitig medizinisch versorgt werden, sind die Heilungschancen gut.