Am 16. Jänner 2026 fand im NÖ Feuerwehr- und Sicherheitszentrum in Tulln die Generalversammlung des NÖ Zivilschutzverbands statt, die von einer Neuwahl des Landesvorstandes geprägt war. Anwesend waren die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bezirkshauptleute sowie Partner der Sicherheitsfamilie. In ihrer Eröffnungsrede betonte Mikl-Leitner, dass Sicherheit mit Vorsorge beginnt und der Zivilschutzverband eine entscheidende Rolle für die Sicherheit der Bevölkerung spiele. Sie hob die Arbeit von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen hervor, die 365 Tage im Jahr für den Schutz der Menschen im Einsatz sind.
Besondere Anerkennung fand die Krisensichere Gemeinde-Zertifizierung, die Zivilschutzwoche sowie verschiedene Ausbildungsmodule, die durch die Aktion „Füreinander Niederösterreich“ ergänzt werden. Die Rückmeldungen über die Bedeutung dieser Initiativen unterstreichen den Stellenwert der Sicherheitsbildung in der Bevölkerung. Christoph Kainz wurde als Präsident des Zivilschutzverbands erneut gewählt und betonte in seiner Rede, dass die Sicherheit eine Priorität der Menschen sei und geeignete Strukturen dafür erforderlich sind.
Gewaltige Unterstützung durch Ehrenamtliche
Der Zivilschutzverband kann auf 11 hauptamtliche und 3.642 ehrenamtliche Mitarbeiter zurückgreifen. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 915 Veranstaltungen mit Gemeinden durchgeführt. Diese umfangreiche Arbeit zeigt sich auch bei der Aktion „Füreinander Niederösterreich“, die mittlerweile rund 800 Mitglieder zählt. Zudem erreichten 85 Gemeinden die Zertifizierung als „Krisensichere Gemeinden“. Der Zivilschutzverband feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen.
Vizepräsident Dieter Dorner bezeichnete den Zivilschutzverband als tragende Säule der österreichischen Sicherheitsarchitektur. Bei der Versammlung wurden auch die Partner des Zivilschutzverbands geehrt, was die Zusammenarbeit in der Sicherheitsarbeit weiter festigte. Die Neubesetzungen im Landesvorstand umfassen Dieter Dorner, Daniel Gattringer, Alfons Weiss, Roland Hofbauer, Friedrich Pallinger, Martin Peterl, Andreas Bors und Gregor Reiner. Darüber hinaus wurde Andrea Nossek zur neuen Bezirksleiterin des Bezirks Mödling bestellt.
Engagement für die Sicherheitsbildung
Parallel zu den Vorbereitungen im Zivilschutzverband fand die Safety Tour in Pfaffenschlag statt, die über 400 Kinder aus verschiedenen Volksschulen anzog. Diese Veranstaltung, die vom Niederösterreichischen Zivilschutzverband organisiert wurde, bot den Schüler:innen die Möglichkeit, spielerisch Sicherheitsmaßnahmen zu erlernen. Dabei konnten die besten zwei Klassen sich für das Landesfinale im Juni qualifizieren. Bürgermeister Werner Liebhart äußerte sich positiv über das Sicherheitswissen der Kinder und die Kooperation mit lokalen Betrieben.
Die Wettkämpfe umfassten ein Sicherheitsquiz, ein Löschspiel, ein Gefahrenstoff-Puzzle, ein Radspiel sowie ein ÖBB-Spiel. Die Volksschule Pfaffenschlag sicherte sich mit einem Punkterekord von 476 Punkten den ersten Platz. Die Veranstaltung zielt darauf ab, Kinder für Sicherheitsfragen zu sensibilisieren, was auch von den politischen Vertretern vor Ort unterstrichen wurde.
In Deutschland engagieren sich rund 1,7 Millionen Menschen ehrenamtlich, und gerade im Bereich Zivil- und Katastrophenschutz sind diese engagierten Bürger wichtige Säulen des Bevölkerungsschutzes. Die Kampagne „Mit dir für uns alle“ des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zielt darauf ab, die Vielfalt der ehrenamtlichen Tätigkeiten zu zeigen und mehr Menschen für ehrenamtliche Engagements zu begeistern.
Der NÖ Zivilschutzverband und ähnliche Organisationen spielen somit eine entscheidende Rolle, nicht nur bei der direkten Sicherheitsarbeit, sondern auch in der langfristigen Prävention und Bildung, die der gesamten Gesellschaft zugutekommt.
NÖ Zivilschutzverband
Niederösterreichischer Zivilschutzverband
Mit dir für uns alle