Am frühen Morgen des 13. Jänner 2026 brach in einer Wohnung eines Mehrparteienhauses in der Wilheringstraße ein Brand aus. Die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgte kurz nach 0:30 Uhr, während dichte Rauchschwaden aus dem Gebäude drangen, als die Feuerwehr eintraf. Insgesamt waren 111 Feuerwehrmitglieder mit 27 Einsatzfahrzeugen vor Ort, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Die Maßnahmen umfassten den Einsatz von Drehleitern, Hubrettungsfahrzeugen und Leitern, um die betroffenen Bewohner zu retten.
Ein Schwerverletzter wurde aus der Wohnung gerettet und umgehend ins Krankenhaus transportiert. Darüber hinaus wurden weitere acht Personen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in medizinische Behandlung gegeben. Ingesamt waren rund 40 Bewohner von dem Vorfall betroffen, was auch die Einrichtung von Notquartieren durch das Rote Kreuz erforderte, das vor Ort mit etwa 15 Fahrzeugen und zwei Notarzteinsatzfahrzeugen die Betreuung übernahm.
Herausforderungen bei den Löscharbeiten
Die Löscharbeiten wurden durch ungünstige Wetterbedingungen erschwert, da es regnete und die Temperaturen um den Gefrierpunkt lagen. Die Fassade des Gebäudes wurde erheblich durch die Flammen beschädigt, es war daher erforderlich, auch den Kellerbereich rauchfrei zu machen. Das Brandgut wurde aus der Wohnung verbracht und gelöscht. Die genaue Ursache für den Brand ist derzeit noch unbekannt.
Die Gefahren einer Rauchgasvergiftung sind während gewaltsamer Brände enorm. Laut Wikipedia ist Rauchgasvergiftung eine Vergiftung durch die Inhalation gesundheitsschädlicher Gase im Brandrauch. Oft sind es nicht die Flammen selbst, die gefährlich sind, sondern vielmehr die giftigen Bestandteile, die beim Verbrennen unterschiedlichster Materialien entstehen. Die Zusammensetzung des Rauchs variiert je nach den Brennstoffen und der Verbrennungstemperatur, was das Risiko für Rauchgasvergiftungen weiter erhöht.
Symptome und Behandlung von Rauchgasvergiftungen
Eine Rauchgasvergiftung kann schwerwiegende gesundheitliche Auswirkungen haben, wie AOK erläutert. Zu den häufigsten Symptomen zählen Kopfschmerzen, Schwindel, und in schweren Fällen sogar Bewusstlosigkeit oder Krämpfe. Besonders gefährlich sind Gase wie Kohlenmonoxid, das den Sauerstofftransport im Blut behindert und schnell zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen kann. Zudem können reizende Gase wie Chlorwasserstoff und Schwefeldioxid die Atemwege schädigen, was wiederum die Atmung stark beeinträchtigen kann.
Die Behandlung von Rauchgasvergiftungen erfordert schnelles Handeln. Bei bewusstlosen Personen sind sofort Wiederbelebungsmaßnahmen einzuleiten. Die Sauerstoffzufuhr ist entscheidend, um die Auswirkungen der Vergiftung zu mildern. Hydroxycobalamin wird als Antidot bei hoher Cyanidbelastung eingesetzt und ist damit ein wichtiges Element im Umgang mit schweren Rauchgasvergiftungen.
Die Situation in Krems zeigt, wie wichtig die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte und die richtige medizinische Versorgung sind, um Verletzte zu retten und Folgeschäden zu minimieren. Aktuell wird an den Aufräum- und Ermittlungsarbeiten gearbeitet, um die Brandursache festzustellen.