Am Dienstagabend, den 27. Jänner 2026, brach in einem Wohnhaus in der Kaiser-Friedrich-Straße in Krems ein Zimmerbrand aus. Der Hausbesitzer bemerkte eine starke Rauchentwicklung im Obergeschoss und alarmierte umgehend die Feuerwehr. In der Folge wurden die Feuerwachen Egelsee und Hauptwache zu einem Brandeinsatz der Stufe 2 gerufen. Fireworld berichtet, dass die Einsatzkräfte bereits während der Anfahrt Atemschutzgeräte anlegten. Als die Feuerwehr eintraf, war eine deutliche Rauchentwicklung sichtbar.

Der Einsatzleiter führte umgehend eine Erkundung durch und errichtete sofort die erste Löschleitung. Der Brandherd konnte schnell im Bereich eines eingeheizten Kachelofens lokalisiert und abgelöscht werden. Erwähnenswert ist, dass wegen des erhöhten Einsatzbedarfs die Feuerwache Krems-Süd nachalarmiert wurde, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. Ein Feuerwehrtechniker wurde hinzugezogen, um die Statik des Gebäudes zu kontrollieren, was bestätigte, dass die Einsatzkräfte gefahrlos arbeiten konnten.

Einsatzdetails und Sicherheitsvorkehrungen

Laut einem Bericht der NÖN war das Gebäude zur Zeit des Brandes in der Umbauphase. Während der Löscharbeiten stellte sich heraus, dass die Tramdecke in der Nähe des Kachelofens beschädigt war. Um eventuelle Glutnester zu identifizieren, öffneten Atemschutztrupps den Boden mit einer Kettensäge. Glücklicherweise konnte keine Brandausbreitung festgestellt werden, und der Einsatzleiter gab schließlich „Brand aus“. Die ersten Löschleitungen wurden daraufhin abgebaut und der Rückbau begann.

Insgesamt waren 60 Mitglieder der Feuerwachen Hauptwache, Egelsee und Krems-Süd mit 11 Fahrzeugen im Einsatz. Die untere Kaiser-Friedrich-Straße und ein Teil der Kerschbaumstraße mussten während des gesamten Einsatzes gesperrt werden. Zudem kam erstmalig ein neu angeschaffter Hygieneanzug für Atemschutzgeräteträger zum Einsatz, was die Sicherheit der Einsatzkräfte erhöhte. Das Rote Kreuz sicherte während des gesamten Einsatzes die sanitätsdienstliche Absicherung der Feuerwehr ab.

Brandstatistik und Vorbeugung

Im Kontext dieser Einsätze ist die vfdb-Brandschadenstatistik von Interesse, die umfassende Daten zu Gebäudebränden in Deutschland erfasst. Diese Statistik zeigt, dass Küchen mit 27 % der häufigste Ort für Brandentstehungen in Gebäuden sind und beinahe die Hälfte aller Brände in Wohngebäuden auslösen. Die Erkenntnisse aus der Statistik tragen dazu bei, Entscheidungen im Brandschutz zu optimieren und die Sicherheit in Wohngebieten zu erhöhen.

Nach mehr als zwei Stunden intensiver Löscharbeiten kehrten die Einsatzkräfte in ihre Feuerwachen zurück, während das betroffene Gebäude unterdessen weiterhin überwacht werden muss. Der schnelle und koordinierte Einsatz der Feuerwehr verhinderte Schlimmeres und zeigt die Bedeutung von effektiven Brandschutzmaßnahmen in Wohngebieten.