Am 4. Februar 2026 berichtete Bezirksfeuerwehrkommandant Alois Zaussinger von den anstehenden Veränderungen in den 110 Feuerwehren des Bezirks Hollabrunn. Er äußerte seine Freude über die Neuwahl der Kommandanten, die im Jänner stattfand und alle fünf Jahre turnusmäßig erfolgt. In diesem Jahr gab es 34 Wechsel an der Spitze, während 76 Feuerwehren ihre bisherigen Kommandanten behielten. Die neuen Führungen sind entscheidend für die Effektivität der Feuerwehrarbeit in der Region.

Insgesamt erfüllen 103 der Feuerwehrkommandanten bereits alle Anforderungen für ihre Position, während sieben Kommandanten noch notwendige Ausbildungslehrgänge absolvieren müssen. Das Durchschnittsalter der Kommandanten liegt bei 42 Jahren. Bei den Kommandant-Stellvertretern wurden 46 neue Funktionsträger gewählt, deren Durchschnittsalter bei 38 Jahren liegt. Spannend ist, dass 30 Stellvertreter ihre erforderlichen Ausbildungskurse in den nächsten zwei Jahren antreten werden, was die fachliche Qualifikation der Feuerwehr weiter verbessern wird.

Frauen in Führungspositionen

Ein besonderer Aspekt bei den Wahlen ist der gestiegene Anteil von Frauen in Führungspositionen. Aktuell sind vier Frauen in Führungsfunktionen tätig, darunter eine Feuerwehrkommandantin und drei Stellvertreterinnen. Dieses positive Signal wird von den Erfahrungen in anderen Regionen unterstützt. In Bayern etwa, wo der offizielle Eintritt von Frauen in die Feuerwehr seit 1966 realisiert wurde, kämpfen Frauen immer noch mit Hürden wie unpassender Einsatzkleidung und anderen strukturellen Herausforderungen. Der Frauenanteil in der Feuerwehr liegt dort bei etwa 12%, mit einem Ziel von 25% für die Zukunft.

Die Landesfrauenbeauftragte bei der Feuerwehr betont, dass Frauen, die sich in dieser traditionell männlich dominierten Umgebung engagieren, eine wichtige neue Perspektive einbringen. Sie haben die Möglichkeit, durch Empathie und unterschiedliche Ansätze das Team zu stärken. Der Feuerwehrverband in Nordrhein-Westfalen hebt hervor, dass Zugang zur Feuerwehr für alle Menschen, unabhängig von Geschlecht oder Herkunft, gewährleistet sein soll, um die Leistungsfähigkeit und Akzeptanz der Einheiten zu verbessern.

Maßnahmen zur Integration von Frauen

Trotz der Fortschritte gibt es nach wie vor viele Hürden, die Frauen im Feuerwehrdienst begegnen. Um diese Herausforderungen anzugehen, wurden verschiedene Maßnahmen im Personalmanagement entwickelt, die darauf abzielen, den Anteil von Frauen zu erhöhen. Ein Human-Ressource-Management-Plan wurde ins Leben gerufen, um die Situation für Feuerwehrfrauen zu optimieren, inklusive struktureller, kommunikativer und organisatorischer Verbesserungen.

Diese Maßnahmen sind darauf ausgelegt, den Zugang zu erleichtern, die Bindung und Entwicklung von Personal zu fördern und somit die gesamte Feuerwehr zu stärken. Nur durch eine inklusive Herangehensweise können die Feuerwehren der Zukunft gestärkt und an die vielfältigen Anforderungen der Gesellschaft angepasst werden.

Insgesamt ist die positive Entwicklung der Frauen in Führungsrollen in den Feuerwehren ein Zeichen des Wandels und ein Schritt in Richtung Gleichstellung in diesem essenziellen Bereich der öffentlichen Sicherheit. Der Bezirksfeuerwehrkommandant und zahlreiche Feuerwehrverbände arbeiten gemeinsam daran, eine inklusivere und stärkere Feuerwehr zu schaffen.

Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in der Feuerwehr und speziell zur Rolle von Frauen in dieser Organisation, besuchen Sie die Webseiten von Fireworld, Wochenblatt, und Feuerwehrverband NRW.