Ein brennender Lkw führte am Freitagmorgen zu einer Totalsperre der Wiener Außenring Autobahn (A21). Der Vorfall ereignete sich gegen 6:45 Uhr zwischen Mayerling und Heiligenkreuz im Bezirk Baden. Der Lkw war mit Reifen beladen, und die Ursache des Brandes ist derzeit unbekannt. Für die Einsatzkräfte stellte die starke Rauchentwicklung ein zusätzliches Risiko dar, weshalb auch die Richtungsfahrbahn zur Westautobahn (A1) gesperrt wurde. Die Dauer der Bergungsarbeiten ist zurzeit nicht abzusehen, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Dies berichtete die Kleine Zeitung.

Der Vorfall ereignete sich in einem besorgniserregenden Kontext, da es immer wieder zu Lkw-Bränden auf Autobahnen kommt. Besonders häufig sind dabei Lastkraftwagen der Firma MAN betroffen, insbesondere die Modelle TGX und TGS, die zwischen 2016 und 2019 gebaut wurden. Diese Fahrzeuge sind oft als Tanklaster oder Gefahrguttransporter im Einsatz und erhöhen dadurch das Risiko für Fahrer und Einsatzkräfte erheblich. Laut einer Mitteilung des NDR wurden alleine auf der A7 zwischen Göttingen und dem Kirchheimer Dreieck zwischen Jänner 2023 und August 2025 33 Lkw-Brände registriert, wobei in 27 Fällen ein MAN-Lkw beteiligt war.

Sicherheitsrisiken und Rückrufe

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die Situation als „ernstes Risiko“ eingestuft und 2024 einen Rückruf für mehr als 37.000 MAN-Fahrzeuge, darunter rund 12.700 in Deutschland, eingeleitet. Dieser Rückruf betrifft den Austausch von geschädigten Ölfilterbauteilen sowie eine Verkürzung der Ölwechselintervalle. Über 90 Prozent der betroffenen Fahrzeuge haben bereits diese Rückrufmaßnahmen erhalten. Trotz dieser Vorsorgemaßnahmen wird die Gefahr von Bränden weiterhin als gegeben angesehen, was nicht nur wirtschaftliche Schäden für Unternehmer mit sich bringt, sondern auch gefährliche Situationen für Fahrer schafft.

Obwohl MAN die Vorfälle als seltene Einzelfälle betrachtet und auf mögliche Wartungsmängel verweist, wird die Überprüfung der ergriffenen Maßnahmen durch das KBA zur Gewährleistung der Sicherheit weiterhin aufrechterhalten. Derzeit wird auch der schwerere Vorfall eines tödlichen Lkw-Unfalls auf der A21, der in derselben Region stattfand, untersucht. Darüber ist jedoch noch wenig Entschiedenes bekannt, wie ORF NÖ berichtete.