Am 24. Februar 2026 stellte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die neue „Wirtschaftsstrategie 2030+“ für Niederösterreich vor. Die Veranstaltung fand in der Spitzenfabrik in St. Pölten statt und konnte etwa 200 Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen anziehen, darunter Unternehmer, Forscher, Interessensvertretungen, Verwaltungsmitarbeiter und Studierende. Unter dem Motto „Wirtschaft stärken. Zukunft sichern“ soll die Strategie die Grundlage für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung Niederösterreichs bilden, die bereits im Jahr 2026 ein Wirtschaftswachstum von rund 1,2 Prozent vorhersagt.

Mikl-Leitner betonte die zentrale Rolle der Wirtschaft für Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Innovation im Land. Die Präsentation umreißte drei Hauptziele der neuen Strategie:

Die Ziele der Wirtschaftsstrategie

  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Digitalisierung, Automatisierung und Bürokratieabbau.
  • Unterstützung von Industrie, Gewerbe, Handwerk, bestehenden Unternehmen und Neugründungen durch gezielte Förderungen und Beratungen.
  • Förderung von Innovation und Forschung in neuen Branchen wie Weltraumwirtschaft, Bahntechnologie, Kreislaufwirtschaft und Gesundheitswirtschaft.

In diesem Zusammenhang hob Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, die Bedeutung klarer Rahmenbedingungen hervor. Kari Ochsner, Präsident der Industriellenvereinigung, sprach die Rolle der Industrie für Wohlstand und soziale Absicherung an. Unternehmerin Petra Schinnerl forderte einen umfassenden Bürokratieabbau, während Lukas Fürst den „Faktor Mensch“ als entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg kennzeichnete.

Die Strategie sieht auch umfangreiche Investitionen in Infrastruktur und Digitalisierung vor, um die Produktivität der heimischen Betriebe zu steigern. Mikl-Leitner forderte gemeinsam mit Wirtschaftsforscher Christian Helmenstein vom Bund eine Senkung der Lohnnebenkosten, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhöhen. Dies ist besonders relevant, da der Standort Niederösterreich als starkes Wirtschafts-, Unternehmer-, Forschungs- und Innovationsland beschrieben wird.

Fokus auf Digitalisierung und Innovation

Um die im Rahmen der Strategie genannten Ziele zu erreichen, wird die Rolle der Digitalisierung als Schlüsselpunkt hervorgehoben. Dies geschieht in Übereinstimmung mit den Initiativen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, das kürzlich neue Kreditprogramme zur Förderung von Digitalisierung und Innovation im Mittelstand ins Leben gerufen hat. Diese Programme bieten vergünstigte Konditionen und sollen die Unternehmen unterstützen, insbesondere in finanziellen Fragen, die oft als Hemmnis bei Innovationsvorhaben wahrgenommen werden.

Das Programm umfasst unter anderem den „ERP-Förderkredit Digitalisierung“ und den „ERP-Förderkredit Innovation“, die seit dem 1. Juli 2025 verfügbar sind. Um den Zugang zu erleichtern, wurde der Mindestkreditbetrag aufgehoben, und Unternehmen können durch einen KfW Digitalisierungs-Check ihre Digitalisierungspotenziale ermitteln. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit der Strategie Niederösterreichs, die darauf abzielt, die Forschung zu erhöhen und neue Nischen wie smarte Vitalität und Mobilitätstechnologie zu fördern.

Mit diesen gezielten Initiativen und Strategien bekräftigt Niederösterreich sein Engagement, als innovativer und produktiver Standort in der globalen Wirtschaft zu bestehen, was sowohl für die heimischen Unternehmen als auch für die gesamte Bevölkerung von wesentlicher Bedeutung ist.

Für weitere Informationen über die Wirtschaftsstrategie können Sie die offizielle Ankündigung auf Niederösterreich.gv.at einsehen. Zusätzliche Details zu den aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen in Niederösterreich finden Sie bei NÖN.at. Informationen über die Förderprogramme auf Bundesebene sind auf der Webseite des Bundeswirtschaftsministeriums erhältlich.