Ein Italientief hat am Donnerstag in Kärnten für erhebliche Neuschneemengen gesorgt. Laut Gailtal-Journal fiel der Schnee bereits am Vormittag und brachte in der Region Kornat im Lesachtal die größte gemessene Neuschneemenge von 87 Zentimetern. Auch in anderen Gebieten wurde kräftiger Schneefall registriert: In Kötschach-Mauthen wurden 64 cm, in Bad Bleiberg 58 cm, in Sillian 50 cm und in Lienz 45 cm verzeichnet.

Die Schneemengen führten zu mehreren Stromausfällen sowie Straßensperren in den betroffenen Regionen. Am Freitag wird das Ita­lientief weiterziehen, jedoch sind in Unterkärnten am Vormittag noch Schneefälle zu erwarten, während es in Osttirol und Oberkärnten am Nachmittag auflockern soll. Auch die Windverhältnisse werden sich verändern, insbesondere in den Bergen wird es windig werden. Ein Blick auf die Wettervorhersage von Tauernwetter zeigt weitere Details für die kommenden Tage.

Wettervorhersage

Am Freitag bleibt das Wetter stark bewölkt. In Unterkärnten kann es Schneefall geben, darunter wird Regen erwartet, während am Nachmittag die Schauer nachlassen. In Osttirol und Oberkärnten wird der Himmel zur Mittagszeit aufklaren und am Nachmittag wird die Sonne scheinen. Kräftiger Nordwestwind wird in den Bergen erwartet, und die Höchstwerte liegen zwischen -1 und 7 Grad. Auch die Lawinengefahr sollte beachtet werden.

Für den Samstag ist ein Wechsel von Sonne und Wolken prognostiziert. Am Vormittag wird oft Sonnenschein erwartet, während sich am Nachmittag die Wolken verdichten. In den nördlichen Landesteilen besteht die Möglichkeit für Regen, oberhalb von 1400 Metern kann auch Schnee fallen. Ein stürmischer Nordwestwind in den Tauern wird das Wettergeschehen begleiten. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 2 und 10 Grad.

Klimatische Kontext

Diese regionalen Wetterereignisse stehen im Kontext zunehmender extremer Wetterlagen, die durch den Klimawandel verstärkt werden. Laut Statista sind immer mehr warme Winter zu verzeichnen, und auch in Deutschland zeigt sich eine Erhöhung der Durchschnittstemperaturen, was zu häufigeren Hitzewellen und intensiveren Niederschlägen führt. Das Verhältnis zwischen Niederschlagsmengen und Temperaturverhalten stellt eine Herausforderung dar, die auch für die Alpenregionen von Bedeutung ist.

Die kommenden Tage werden zeigen, wie sich die Wetterlage in Kärnten weiterentwickelt. Die vorherrschende Kälte und der Schneefall könnten auch Auswirkungen auf den Tourismus in den winterlichen Regionen haben.