Das Sozial- und Gesundheitsministerium hat die Neubesetzung wichtiger Positionen im Ministerium bekannt gegeben. Ab Mai 2026 werden mehrere entscheidende Posten neu besetzt, was auf eine umfassende Umstrukturierung im Ministerium hinweist. Mit diesen Änderungen wird auch der „Grad der Behinderung“ in den Fokus gerückt. Barbara Mayer-Cristescu wurde zur neuen Leiterin der Amtsleitung des Sozialministeriumservice ernannt und übernimmt damit eine zentrale Rolle zur Gewährung dieses Grades. Sie bringt umfangreiche Erfahrung aus ihrer bisherigen Tätigkeit in der Budget-Abteilung der Sektion IV mit, die sich mit Pflegevorsorge, Behinderten- und Versorgungsangelegenheiten beschäftigt hat. Kleine Zeitung berichtet, dass die Neubesetzungen sowohl aufgrund von Pensionierungen als auch durch die Errichtung einer neuen Sektion im Gesundheitsbereich notwendig geworden sind.
Die neu geschaffene Sektion X, die den Bereich Gesundheit stärken und den Gesundheitsreformprozess umsetzen soll, wird von Alexander Degelsegger geleitet. Degelsegger bringt umfassende Erfahrung in der Digitalisierung des Gesundheitswesens mit, da er zuletzt die Abteilung „Digitalisierung und Dateninfrastrukturen“ in der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) leitete. Im Kontext dieser großen Veränderungen wird bemerkt, dass wesentliche Kompetenzen aus dem Ressort von Chief Medical Officer Dr. Katharina Reich in die neue Sektion wandern könnten, was Medienberichten zufolge eine Entmachtung von Reich bedeuten könnte. Dennoch bleibt Dr. Reich Sektionschefin der Sektion VII und behält ihre fachliche Einbindung. NÖN hebt hervor, dass die neuen Personalentscheidungen im Rahmen der Weiterentwicklung der Organisationsstruktur des Ministeriums erfolgen.
Aufgaben und Verantwortungen der neuen Sektionen
Die bestehende Sektion VII hat durch die Umstrukturierung vier Abteilungen weniger als zum Zeitpunkt im Oktober, da insgesamt sechs Abteilungen in die Sektion X übergegangen sind. Zu den Abteilungen, die nun Teil von Sektion X sind, zählen „Beteiligungsmanagement AGES und GÖG“ sowie „Qualität im Gesundheitssystem“. Auch Maria Schwarzmann, die vorherstellvertretende Leiterin des Kabinetts von Ministerin Korinna Schumann war, wird als neue Leiterin der Sektion VI für rechtliche Fragen im Bereich Humanmedizin und gesetzliche Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen verantwortlich sein.
Um die digitale Transformation im Gesundheitssektor voranzutreiben, wird die neue Sektion X eine zentrale Rolle einnehmen. Laut dem Sozialministerium in Baden-Württemberg wurde bereits im Frühjahr 2022 ein umfassendes Projekt zur digitalen Transformation in Gesundheitsämtern initiiert, das eine Vielzahl an Maßnahmen vorsieht, um die digitale Zusammenarbeit und Innovation im Gesundheitsbereich zu fördern. Die Erkenntnisse aus diesen Projekten könnten auch für die neue Struktur in Österreich von Bedeutung sein. Sozialministerium BW beschreibt, dass umfassende digitale Lösungen entwickelt werden sollen, um die Effizienz der Gesundheitsversorgung zu steigern.
Insgesamt zeigt die Umbesetzung und Neustrukturierung im Sozial- und Gesundheitsministerium den klaren Fokus auf die Weiterentwicklung des Gesundheitssektors, sowohl in operativen als auch in digitalen Belangen. Die getroffenen Entscheidungen sind Teil einer strategischen Neuausrichtung, die darauf abzielt, den Herausforderungen der modernen Gesundheitsversorgung adäquat zu begegnen und dabei die Standards und Qualität der Dienstleistungen zu sichern.



