Am 8. April 2026 wurde das neue Förderprogramm „Gemeindefonds Österreich – Ukraine“ (A4U) ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit zwischen österreichischen und ukrainischen Städten und Gemeinden zu stärken. Dieses Projekt zielt darauf ab, die ukrainischen Kommunen beim Wiederaufbau zu unterstützen und die europäische Integration voranzutreiben, wie presse.wien.gv.at berichtet. Die Laufzeit des Programms erstreckt sich von 2025 bis 2027, und die erste Ausschreibung (Call for Proposals) wurde bereits eröffnet. Gesucht werden gemeinsame Projektvorhaben von österreichischen und ukrainischen Gemeinden sowie kommunalen Partnerorganisationen.
Österreichische Partner:innen werden als Lead Partner fungieren, während die Förderung zwischen fünf und zehn Partnerschaften ermöglicht, die jeweils bis zu 50.000 Euro erhalten können. Die Projekte sollen eine Laufzeit von sechs bis zehn Monaten haben. Unterstützt werden Kosten für fachliche Expertise, Reisen und Übersetzungsleistungen.
Ziele und Schwerpunkte des Programms
Ziel des A4U-Programms ist die Entwicklung tragfähiger und übertragbarer Lösungen durch direkten Austausch. Der Fokus liegt auf praxisorientierten Projekten in den Bereichen Verwaltung, kommunale Dienstleistungen, Digitalisierung sowie nachhaltige Stadtentwicklung und EU-Integration. staedtebund.gv.at hebt hervor, dass das Programm auch den fachlichen Austausch und die Weiterentwicklung kommunaler Kompetenzen zum Ziel hat.
Das Programm ist auch für Städte ohne bestehende Partnerschaften offen, was die Möglichkeiten für die österreichischen Städte erweitert. Die Einreichfrist für Projektanträge endet am 15. Mai 2026. Bei der Vermittlung geeigneter Partnergemeinden unterstützt das KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung.
Internationale Dimension und aktuelle Entwicklungen
Das A4U-Programm ist Teil der Multi-Geber-Maßnahme „U-LEAD with Europe“, die von der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, Dänemark und Frankreich, unterstützt wird. Diese Initiative zielt darauf ab, die Dezentralisierung und Rechtsstaatlichkeit in der Ukraine zu stärken. bmz.de berichtet darüber, wie die Zusammenarbeit zwischen ukrainischen und deutschen Kommunen den Lebensstandard in beiden Ländern steigert und nachhaltige Entwicklung fördert.
Die Anzahl der kommunalen Partnerschaften zwischen Deutschland und der Ukraine hat sich seit Beginn des russischen Angriffskriegs mehr als verdoppelt. Diese Partnerschaften ermöglichen einen wertvollen Austausch von Erfahrungen und bewährten Praktiken zur Bewältigung kommunaler Herausforderungen, einschließlich Umweltschutz und sozialer Integration.
Das Förderprogramm A4U steht im Einklang mit den europäischen Zielen des Green Deals und der EU-Integration und soll dazu beitragen, die Lebensqualität in der Ukraine nachhaltig zu verbessern.