Am 28. Februar 2026 fand in der Arbeiterkammer St. Pölten die Wahl des neuen Abschnittsfeuerwehrkommandos im Abschnitt St. Pölten-Stadt statt. Dies ist Teil eines landesweiten Wahlprozesses, bei dem die Feuerwehren in Niederösterreich ihre Führungskräfte auf sämtlichen Ebenen neu wählen. Der bisherige Abschnittsfeuerwehrkommandant Mateusz Fryn wurde zum Bezirksfeuerwehrkommandanten gewählt, wodurch eine Neubesetzung des Abschnittsfeuerwehrkommandos erforderlich wurde.

Die neu gewählten Führungskräfte sind: BR Stefan Leitner von der Freiwilligen Feuerwehr St. Pölten-Viehofen als Abschnittsfeuerwehrkommandant, ABI Michael Zöchling von der Betriebsfeuerwehr UK St. Pölten als Abschnittsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter und VI Sarah Heinreichsberger, ebenfalls von der Freiwilligen Feuerwehr St. Pölten-Viehofen, als Leiterin des Verwaltungsdienstes. Mit diesen Wahlen zeigt sich die Führungsstruktur im Abschnitt St. Pölten-Stadt gut aufgestellt für die kommenden Jahre, während sie gleich mehrere Herausforderungen, die mit den hohen Anforderungen an die Feuerwehren einhergehen, meistern muss.

Engagement der Feuerwehren

Der Abschnitt St. Pölten-Stadt umfasst insgesamt 14 Freiwillige Feuerwehren und acht Betriebsfeuerwehren, die zusammen rund 1.800 Mitglieder zählen. Diese Feuerwehrmitglieder leisten jährlich über 5.000 Einsätze und bringen dabei zwischen 170.000 und 200.000 freiwillige Stunden ein. Besonders bemerkenswert sind die Einsätze im Jahr 2024, als die Hochwasserkatastrophe zu nahezu 8.000 Einsätzen führte.

In den fünf Unterabschnitten des Abschnitts St. Pölten-Stadt fanden ebenfalls Wahlen statt. Hier sind die neu gewählten und wiedergewählten Leiter der Unterabschnitte: HBI Dietmar Peham (neu, FF St. Pölten-Viehofen), HBI Stefan Kassubek (wiedergewählt, FF St. Pölten-Unterradlberg), HBI Hannes Pahr (neu, FF St. Pölten-St. Georgen), HBI Manfred Bauer (wiedergewählt, BTF Sunpor St. Pölten) und HBI Fabian Zeller (neu, BTF Landhaus St. Pölten).

Situations- und Einsatzanalyse

Die Arbeit der Feuerwehren hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, insbesondere in Hinblick auf die steigenden Anforderungen im Bereich von Einsätzen. Gemäß einer Analyse aus Deutschland gab es 2022 rund 48.100 Feuerwehren, wobei die Freiwilligen Feuerwehren den größten Anteil ausmachten. Sie haben über eine Million Mitglieder und sind in der Lage, umfassende Hilfe zu leisten, sei es beim Retten, Löschen, Bergen oder Schützen. Ende 2022 rückten die Feuerwehren zu etwa 229.000 Einsätzen bei Bränden und Explosionen aus, während die Zahl der Einsätze zur Rettung von Personen bei circa 2,8 Millionen lag.

Die Herausforderungen sind jedoch groß. 2023 wurden 687 Gewalttaten gegen Feuerwehren mit etwa 1.070 Opfern erfasst, wobei die meisten Vorfälle in Nordrhein-Westfalen und Berlin stattfanden. Fast die Hälfte der aktiven Mitglieder von Freiwilligen Feuerwehren berichtete in den letzten zwei Jahren von Beleidigungen, Beschimpfungen, Bedrohungen oder tätlichen Angriffen.

In Anbetracht all dieser Herausforderungen und der stetig wachsenden Aufgabenstellung zeigt sich, dass die Führungsstruktur und der Zusammenschluss der Feuerwehren wie im Abschnitt St. Pölten-Stadt von entscheidender Bedeutung sind, um den hohen Anforderungen gerecht zu werden und Sicherheit zu gewährleisten.

In dieser Hinsicht würdigte man auch das bisherige Kommando, bestehend aus Mateusz Fryn, Leopold Sieder und Dominik Schreiber, für seine geleistete Arbeit und den erfolgreichen Einsatz der Feuerwehren in der Region.

Für mögliche weitere Informationen über die Feuerwehr in Deutschland besuchen Sie bitte Statista und für Details über die Wahlen in der neuen Führung der Feuerwehr in Niederösterreich besuchen Sie bitte Fireworld.