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Der Österreichische Rundfunk (ORF) sucht einen neuen Generaldirektor, nachdem Roland Weißmann kürzlich zurückgetreten ist. Der ORF-Stiftungsratsvorsitzende Heinz Lederer hat bekannt gegeben, dass der Chefposten bis Ende 2026 ausgeschrieben wurde und Bewerbungen bis zum 17. April möglich sind. Die Entscheidung über die Ernennung des neuen ORF-Chefs soll am 23. April getroffen werden, und der gewählte Kandidat wird den ORF für etwa acht Monate leiten, bis eine endgültige Nachfolgeregelung für die Funktionsperiode ab 2027 bei der ORF-Wahl im August erfolgt. Der Rücktritt von Weißmann war inmitten von Vorwürfen einer ORF-Mitarbeiterin erfolgt, die ihm vorwarf, sie zu einer freundschaftlichen Beziehung gedrängt zu haben. Weißmann bestreitet die Vorwürfe und hat gegen zwei Personen Strafanzeige erstattet.

In der Ausschreibung wird betont, dass Bewerbungen von Frauen besonders erwünscht sind. Aktuell wird Ingrid Thurnher als mögliche Bewerberin genannt, da sie die Geschäfte des ORF vorläufig leitet. Bewerber müssen neben einem Lebenslauf auch ein Konzept für die Entwicklung des ORF einreichen. Die Anforderungen an die Bewerber beinhalten ein abgeschlossenes Hochschulstudium, vorzugsweise in Recht, Wirtschaft oder Medienmanagement, sowie Führungserfahrung und umfassende Kenntnisse des Medienmarktes. Strategische Fähigkeiten zur Weiterentwicklung des ORF sowie eine hohe soziale Kompetenz sind ebenfalls gefordert.

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Bedeutung der Geschlechtervielfalt

Die Betonung auf die Bewerbung von Frauen steht im Kontext der aktuellen Bestrebungen zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen, die seit dem Inkrafttreten der Führungspositionen-Gesetze (FüPoG) im Jahr 2015 verstärkt verfolgt werden. Ziel dieses Gesetzes ist die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern im privaten sowie öffentlichen Sektor. Laut Informationen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat der Frauenanteil in Führungsebenen seither bereits zugenommen.

Die Regelungen des FüPoG umfassen unter anderem Mindestanteile für Frauen in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen und Vorgaben für Gleichstellungspläne in öffentlichen Institutionen. Diese gesetzlichen Vorgaben sollen die Gleichstellung weiter verstärken und die Vorbildfunktion öffentlicher Behörden unterstützen. Mit dem Ziel, die Gleichschätzung bis Ende 2025 im öffentlichen Sektor zu erreichen, sind diese Maßnahmen von hoher gesellschaftlicher Bedeutung.

Die Herausforderungen der Medienlandschaft und die Anforderungen an eine moderne Führungskraft im ORF machen die Suche nach dem neuen Generaldirektor zu einem entscheidenden Moment für die Institution. Die kommenden Wochen werden zeigen, welche Bewerber sich dem Auswahlprozess stellen und wer letztendlich das Vertrauen der Stiftungsräte und der Öffentlichkeit gewinnen kann.

Für weitere Informationen zu den einzelnen Aspekten der Ausschreibung und den rechtlichen Rahmenbedingungen lesen Sie exxpress.at und orf.at. Detailierte Informationen zu den Regelungen und Zielen der Frauenförderung finden Sie auch auf der Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.