Ab April 2026 treten neue Jugendschutzeinstellungen für Schülerlaptops und Tablets in Kraft, die über Schulen bereitgestellt werden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Kinder und Jugendliche besser vor nicht altersgerechten Inhalten zu schützen, und gelten nicht nur im Schulnetzwerk, sondern auch außerhalb, beispielsweise im Zug oder in Fastfoodlokalen. Damit möchte das Bildungsministerium sicherstellen, dass rund 600.000 Geräte, die seit 2020 im Rahmen der Digitalisierungsinitiative ausgegeben wurden, angemessen gesichert sind. Vienna.at berichtet, dass jede Schule die neuen Sicherheitseinstellungen seit Ende März 2026 auf die Laptops ihrer Schüler übertragen kann.

Die neuen Sicherheitskonfigurationen blockieren den Zugriff auf Apps und Websites, die radikale, verstörende, sexistische oder pornografische Inhalte enthalten. Eltern haben die Möglichkeit, zusätzliche Sperren zu aktivieren oder zu deaktivieren. Auch die Installation von weiterer Schutzsoftware zur Kontrolle der Bildschirmzeit ist über lokale Administratorenrechte möglich. Eine Opt-out-Lösung steht Eltern zur Verfügung, die Bedenken hinsichtlich des vorgeschlagenen Webfilters haben.

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Technische Umsetzung und Unterstützung für Eltern

Die technische Umsetzung der neuen Jugendschutzeinstellungen verläuft bisher ohne größere Probleme, und es wurden keine Klagen von Seiten der Gewerkschaft eingereicht. Bis zum 1. April 2026 hatten sich bereits 14% der Mittel- und Sonderschulen sowie AHS-Unterstufen mit dem Konfigurationsservice verbunden. Dennoch hebt Vienna.at hervor, dass die Grundverwaltung der Geräte weiterhin bei den Schulen bleibt, damit diese im Fall von Komplikationen Entsperrungen oder Rücksetzungen durchführen können.

Das Bildungsministerium empfiehlt zudem, dass Eltern aktiv mit ihren Kindern über die Nutzung digitaler Medien sprechen und Regeln festlegen, um eine verantwortungsvolle Mediennutzung zu fördern. Es wird betont, dass keine technische Lösung unfehlbar ist und die Verantwortung sowohl bei den Eltern als auch bei den Kindern liegt.

Die Rolle der Eltern im digitalen Zeitalter

Kinder und Jugendliche wachsen in einer vielfältigen und oft herausfordernden Medienlandschaft auf. Laut einer aktuellen JIM-Studie besitzen 96% der 12- bis 19-Jährigen ein eigenes Smartphone. Diese Entwicklung bringt wichtige Aspekte des digitalen Kinder- und Jugendschutzes mit sich, darunter Risiken durch gewaltverherrlichende Spiele und Cyberkriminalität wie Phishing und Datendiebstahl. Das BSI bietet eine Reihe von Empfehlungen an, um Eltern über IT-Sicherheit zu informieren und für einen sicheren digitalen Alltag zu sorgen.

Eine Video- und Podcastreihe, darunter die Serie „Zwischen Reels und Regeln“, behandelt Themen wie E-Mail-Sicherheit und Cybergrooming und liefert wichtige Informationen, um Kinder möglichst gut zu schützen. Themen wie Cybermobbing oder die Risiken durch internetfähige Spielzeuge werden ebenfalls angesprochen. Das BSI stellt zudem konkrete Schutzmaßnahmen gegen Cybermobbing bereit und informiert über wichtige Anlaufstellen für Hilfe.