Die Bürgermeisterwahl in Gmünd, die am 18. Jänner 2026 stattfand, brachte kein eindeutiges Ergebnis. Da keine der Kandidaten die erforderliche Stimmenanzahl erzielte, war eine Stichwahl notwendig. Diese fand am 1. Februar 2026 statt und wies eine Wahlbeteiligung von 71,9 Prozent auf. Insgesamt waren 2.189 Personen wahlberechtigt, von denen 1.574 Stimmen abgegeben wurden – 29 davon waren ungültig. Klick Kärnten berichtet, dass Claus Faller von der Liste Jury in der Stichwahl 918 Stimmen (59,42 Prozent) erhielt, während seine Mitbewerberin, Sylvia Petschar von der SPÖ, 627 Stimmen (40,58 Prozent) erhielt.

Der Grund für die Nachwahl war der Rücktritt des bisherigen Bürgermeisters Josef Jury (Liste Jury) Ende September 2025. Im ersten Wahlgang am 18. Jänner hatte Faller 732 Stimmen, Petschar 490 und Markus Schiffer von der ÖVP 404 Stimmen erhalten. Die Krone hebt hervor, dass Faller interimistisch die Geschäfte von Gmünd nach dem Rücktritt seines Vorgängers leitete und anschließend sehr zufrieden mit seinem Wahlsieg war. Er dankte Josef Jury für dessen gute Vorarbeit.

Politische Reaktionen und Ausblick

Erwins Angerer, der FP-Chef von Kärnten, gratulierte Faller zu seinem Wahlsieg und betonte die Bedeutung dieses Ergebnisses für die Gemeinde. Faller selbst drückte seine Dankbarkeit gegenüber seinen Unterstützern aus. Petschar, eine Lehrerin und Neueinsteigerin in der Politik, äußerte sich ebenfalls dankbar für die Unterstützung, ließ jedoch offen, wie es mit ihrer politischen Zukunft weitergeht.

Die Wahlbeteiligung von 71,9 Prozent wirft ein Licht auf interessante Aspekte der politischen Teilhabe in Österreich. Studien zeigen, dass eine Vielzahl an Faktoren, einschließlich sozio-ökonomischer und demographischer Variablen, die Wahlbeteiligung beeinflussen können. Zum Beispiel haben soziale Mobilität und der Kontext der Wahl einen entscheidenden Einfluss auf die Entscheidung der Bürger, zur Wahl zu gehen. Das Parlament hebt hervor, dass sozialer Druck, wie das Tragen von „I voted“-Ansteckern, sowie spezielle Ereignisse wie große politische Richtungsentscheidungen ebenfalls die Wahlbeteiligung beeinflussen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Gmünd einen neuen Bürgermeister hat, während die Wahlbeteiligung die Herausforderungen und Chancen für politische Teilhabe in Österreich deutlich macht.