Am 25. Jänner 2026 feierte der frisch ernannte Erzbischof Josef Grünwidl seine erste Messe in Wien. Diese besondere Feier fand im Rahmen des Engagements für hilfsbedürftige Menschen statt. Zu den eingeladenen Gästen zählten zahlreiche Personen, die regelmäßig die Wärmestuben der Pfarren besuchen, sowie Frauen der St. Elisabeth-Stiftung. In der voll besetzten Kirche spielte die Botschaft von Grünwidl eine zentrale Rolle: Die Armen befinden sich im Fokus und sind ein essenzieller Teil der Gemeinschaft, wie auch die Bibel betont, so Grünwidl in seinem Gottesdienst.
Zu seiner Überraschung präsentierten die armutsbetroffenen Gäste dem Erzbischof ein selbst komponiertes Segenslied und schenkten ihm ein Franziskuskreuz. Tierischen Beistand gab es dann beim Mittagessen, das von Seminaristen des Priesterseminars organisiert wurde. Der Ort der Messe war im Vorfeld geheim gehalten worden, um den persönlichen Charakter dieser Feier zu wahren. Laut Kleine Zeitung war dies ein tief berührendes Zeichen des neuen Erzbischofs, das die Wichtigkeit der Unterstützung der Bedürftigen nochmals unterstrich.
Der Hintergrund der Feier
Der Festgottesdienst war nicht nur ein Zeichen der Solidarität, sondern stellte auch den Auftakt von Grünwidls Amtszeit dar. Er wurde am 23. Jänner 2026 mit rund 3.000 Gästen im Wiener Stephansdom zum 33. Erzbischof Wiens geweiht. Die Zeremonie wurde von seinem Vorgänger, Kardinal Christoph Schönborn, geleitet. Hochrangige Gäste, darunter der Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Christian Stocker, nahmen an der feierlichen Amtseinführung teil. Grünwidl plant, schnell in Kontakt mit verschiedenen Institutionen zu treten, unter anderem wird ein Nachfolger für das Bischofsamt des Vikariats Süd ernannt werden, wie vaticannews berichtete.
Die Kirchenleitung in Österreich fokussiert auch auf den kirchlichen Welttag der Armen, der am 16. November 2023 stattfindet. Diesem Anlass widmet die Kirche besondere Gottesdienste, die zur Unterstützung von Caritas-Projekten dienten. Seit der Einführung des Welttags durch Papst Franziskus im Jahr 2017 wird die Bekämpfung der Armut als zentraler Auftrag der Kirche wahrgenommen. In diesem Geiste wird auch Grünwidl seine Maßnahmen gestalten und weiterhin betonen, dass die Armen „die am meisten geliebten Brüder und Schwestern“ innerhalb der Gemeinschaft sind, wie es katholisch.at formuliert.