In Steyr, Österreich, wird ein neuer Weg in der Fensterproduktion eingeschlagen. Das Unternehmen Reformfenster, das auf über 50 Jahre Erfahrung in Qualität und Innovation zurückblickt, setzt auf die Herstellung von Fenstern aus bio-attribuiertem PVC. Diese innovative Lösung nutzt Bioprofile aus Kiefernöl anstelle von Erdöl, was eine bedeutende Wendung hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Bauindustrie bedeutet. Geschäftsführer Anton Ostermayer hebt hervor, dass diese Technologie das Unternehmen nicht nur stärkt, sondern auch den Fokus auf umweltbewusste Materialwahl verstärkt.

Um die ökologische Bilanz weiter zu verbessern, investiert Reformfenster in eine Photovoltaikanlage mit über 200 kWp und wechselt auf Elektrofahrzeuge. Diese Schritte führen zu einer Modernisierung der Produktion, die nicht nur den Energieverbrauch senkt, sondern auch den Materialverlust minimiert. Durch diese Maßnahmen konnten die Stromkosten um fast ein Drittel gesenkt und die Produktion um rund 10 % gesteigert werden. Damit zeigt Reformfenster, wie Profitabilität und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein

Die Einführung von bio-attribuiertem PVC stellt nicht nur einen Fortschritt für Reformfenster dar, sondern spiegelt auch einen globalen Trend wider. Das Unternehmen RENOLIT hat ebenfalls bio-attribuiertes PVC entwickelt, das zu 100 Prozent aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt wird. Diese Innovation trägt den Namen „RENOLIT bio@“ und ist ISCC-zertifiziert, was eine umweltfreundliche Herstellung garantiert. In der heutigen Zeit, in der Kunststoffe teils in der Kritik stehen, bringt RENOLIT eine Lösung auf den Markt, die den CO2-Ausstoß bei der Herstellung um bis zu 90 % im Vergleich zu herkömmlichem PVC senken kann. Dies geschieht durch die Verwendung von pflanzlichem Tallöl, einem Nebenprodukt der Zellstoffindustrie, das keine zusätzlichen Bäume benötigt.

Die Eigenschaften des neuen PVC-Produkts entsprechen den klassischen PVC-Materialien, es ist zudem vollständig recyclebar. RENOLIT erzählt von der Notwendigkeit, nachhaltige Alternativen zu fossilen Rohstoffen zu entwickeln und sieht ihre Innovation als einen Durchbruch auf dem Weg zur Nachhaltigkeit in der Kunststoffindustrie. Ein weiterer Aspekt ist die Integration dieser Materialien in bestehende Lieferketten, was die Bereitschaft der Branche fördert, nachhaltige Praktiken zu übernehmen.

Projekte und Ausblick

Die Profine Group mit ihrer Marke Kömmerling hat ebenfalls einen erheblichen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit unternommen, indem sie bio-attribuiertes PVC für Kunststofffensterprofile einführt. Ein herausragendes Projekt in den Niederlanden zeigt, wie nachhaltiges Bauen umgesetzt werden kann. Hier modernisiert die Royal BAM Group 19 soziale Mietwohnungen zu Nullenergiehäusern. Durch den Einsatz von bio-attribuierten PVC-Profilen werden CO2-Einsparungen von rund 6.000 kg erzielt, was die Relevanz solcher Projekte unterstreicht.

Dr. Peter Mrosik von der profine Group betont die Wichtigkeit der Nachhaltigkeit und sieht das Unternehmen in einer Vorreiterrolle innerhalb der Branche. Zukünftige Projekte, sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland, zeigen, dass der Weg zu einem nachhaltigen Kreislauf von hochwertigen Kunststoffprodukten längst eingeschlagen ist und weiter ausgebaut wird.

Mehr über diese Entwicklungen in der Fensterproduktion und die damit verbundenen Vorteile für Umwelt und Bauindustrie finden Sie in den Artikeln von Krone, RENOLIT sowie Kömmerling.