Am 23. Februar 2026 ereignete sich in Wien-Donaustadt ein schwerer Unfall. Ein Müllwagen überrollte das Bein der 76-jährigen Silvia H., während sie den Schutzweg überquerte. Als Folge des Unfalls musste ihr das linke Bein vom Knie abwärts amputiert werden. Dank einer raschen Rettungskette und des Eingreifens des ÖAMTC-Rettungsflugs konnte ihr Leben gerettet werden. Silvia H. befindet sich seit dem Unfall im Krankenhaus und zeigt sich trotz der tragischen Umstände kämpferisch. Sie hat bereits den Verlust ihres Sohnes erlebt und plant, ihrem Leben eine neue Wendung zu geben.

Nach dem Krankenhausaufenthalt möchte Silvia in eine Parterre-Wohnung umziehen, da sie aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen nicht mehr in ihrem bisherigen Wohnsitz im dritten Stock leben kann. Doch ihre Anfrage für einen Wohnungswechsel wurde abgelehnt. Zudem erhielt sie die Mitteilung, dass sie nicht für eine Rehabilitation geeignet sei, was sie sehr enttäuschte. Silvia plant, gegen diese Entscheidungen vorzugehen und wird dabei rechtlich von Dr. Alfred Boran sowie von der Unterstützung der „Krone“ begleitet.

Rehabilitationsmöglichkeiten nach einem Unfall

In Fällen wie dem von Silvia H. haben Betroffene die Möglichkeit, ein unabhängiges Reha-Management in Anspruch zu nehmen. Dieses Management kann helfen, die schnelle Wiedereingliederung in den Alltag und Beruf zu fördern. Die Kosten für solche Reha-Dienste werden in der Regel von den Versicherern getragen, was für viele Unfallopfer eine erhebliche Erleichterung darstellt. Das Reha-Management agiert im Sinne des Opfers und hilft dabei, formale Verfahren einzuhalten. Ein entscheidender Faktor ist der frühzeitige Beginn dieser Maßnahme nach der akuten Behandlung, um Lücken in der Rehabilitation zu vermeiden, wie es auch die ADAC betont.

Ein Beispiel für die Wirksamkeit von Reha-Management liefert der Fall von Samira M. Diese 42-jährige Frau lag nach einem schweren Autounfall mehrere Monate im Koma, bevor ihre Anwältin ein Reha-Management organisierte, das ihr half, wieder freihändig zu gehen. In Silvias Fall könnte das Reha-Management auch die Koordination aller notwendigen Maßnahmen unterstützen und Beratung bei der Beantragung von Hilfsmitteln anbieten.

Individuelle Rehabilitation und Unterstützung

Die Rehabilitation nach einem Unfall, besonders bei schweren Verletzungen, zielt darauf ab, die individuelle Behandlung jedes Patienten zu optimieren. Laut Klinik Eichholz wird der Hauptfokus auf die Wiederherstellung der psychischen sowie der physischen Leistungsfähigkeit gelegt. Für erwerbstätige Patienten ist es von höchster Wichtigkeit, schnellstmöglich in den Beruf zurückzukehren. Für nicht erwerbstätige Personen steht die Erhaltung der Selbstständigkeit im Vordergrund, um eine drohende Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.

Zu den möglichen Zielen der Rehabilitation zählen die Reduktion von Gewicht, die Rückkehr zu körperlicher Fitness, das Erlernen des Umgangs mit einer Prothese und die Unterstützung des Genesungsprozesses nach schwerer Operation. Für Silvia H. wird es entscheidend sein, ein persönliches Rehabilitationsprogramm zu finden, das auf ihren besonderen Bedarf zugeschnitten ist.

Die Herausforderungen, vor denen Silvia H. steht, sind unübersehbar. Dennoch zeigt sie sich entschlossen, für ihre Rechte einzutreten und die benötigte Unterstützung zu erhalten. Mit der richtigen Hilfe wird sie möglicherweise in der Lage sein, die Hürden zu überwinden, die ihr nach dem Unfall in den Weg gelegt wurden.