Die umweltfreundliche Nutzung von Holz als Heizquelle hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Eine aktuelle Studie des Forschungszentrums BEST – Bioenergy and Sustainable Technologies zeigt, dass die Staubemissionen aus Kleinfeuerungen bis 2050 um 90 % reduziert werden können, trotz des Ausstiegs aus fossilen Heizsystemen. Dies belegt, dass moderne Holzfeuerungen, bei sachgerechtem Betrieb, zu einem signifikanten Rückgang der Staubemissionen führen werden, so oekonews.at.
Die Studie basiert auf einem Szenario der Energy Economics Group der TU Wien, das die Dekarbonisierung des Energiebedarfs für Raumwärme und Warmwasser beleuchtet. Zwischen 2005 und 2022 sind die Feinstaubemissionen in Österreich bereits um 47 % gesunken. Dies ist auch durch den Einsatz von über 400.000 Biomasse-Zentralheizungen mit einer Gesamtleistung von mehr als 10 Millionen Kilowatt zu erklären.
Entwicklung der Holzheizungen
Der technologische Fortschritt hat zur Optimierung der Holzheizungen geführt. Verkaufszahlen von Pellets- und Scheitholzkesseln sanken zwar um mehr als 30 % im Jahr 2022, während die Verkaufszahlen von Öl- und Gasheizungen im Jahr 2025 wieder anstiegen. Über 50 % der Feinstaubemissionen stammen jedoch von veralteten Allesbrennern und Naturzugskesseln, während moderne automatische Kessel nur 2,6 % und moderne Scheitholzvergaser lediglich 3,3 % zur Gesamtbilanz beitragen.
Die schnelle Einführung von sekundären Staubabscheidern wie Elektrofiltern sowie strengen Staubgrenzwerten für Kleinfeuerungen in Österreich seit 1994 hat ebenfalls zur Verbesserung der Luftqualität beigetragen. Ab dem Jahr 2025 wird der Emissionsgrenzwert für förderungswürdige Pellets- und Hackgutkessel auf 7 mg/MJ limitiert.
Herausforderungen und umweltfreundliche Ansätze
Obwohl die energetische Nutzung von Holz viele Vorteile bietet, gibt es auch Herausforderungen zu beachten. Das Umweltbundesamt warnt, dass die Kohlenstoffbilanz im Wald nur ausgeglichen ist, wenn die gleiche Holzmenge zeitnah nachwächst. Trockenheit und andere Umweltfaktoren könnten den nötigen Biomassezuwachs gefährden. Der Beitrag von Holz zur Klimafreundlichkeit hat somit seine Grenzen, und es wird empfohlen, Holz vorrangig für langlebige Produkte zu verwenden, um Kohlenstoff über längere Zeiträume zu binden. Altholz sollte idealerweise in modernen Feuerungsanlagen verbrannt werden, die hohe Umweltstandards erfüllen, und Holzheizungen sollten immer mit geeigneten Abgasbehandlungssystemen ausgestattet sein, um die Feinstaubemissionen zu reduzieren, so umweltbundesamt.de.
Die Kombination von Holzheizungen mit anderen erneuerbaren Energien, wie etwa Solarthermie, wird ebenfalls empfohlen, um die Effizienz zu steigern. Holz sollte nur in Ausnahmefällen zur Heizungsversorgung von Gebäuden eingesetzt werden; der Fokus sollte auf Wärmenetzen oder Wärmepumpen liegen.
Bioenergie in Deutschland
In Deutschland blieb die Bioenergie auch im Jahr 2024 der Hauptlieferant erneuerbarer Wärme. Über 80 % der erneuerbaren Wärme stammen aus Bioenergieträgern, wobei Holz die wichtigste Quelle ist. Die Nutzung fester Biomasse, wie Scheitholz und Holzpellets, hat sich nicht nur in privaten Haushalten, sondern auch in größeren Gebäuden und kommunalen Wärmenetzen bewährt. Technische Fortschritte haben zu einem signifikanten Rückgang der Feinstaubemissionen seit Jahrzehnten geführt, und in großen Biomasseanlagen wird ein hoher Anteil an Altholz und Restholz eingesetzt, wodurch die Umweltauswirkungen weiter gesenkt werden, wie bioenergie.fnr.de berichtet.
Insgesamt zeigt sich, dass Holzheizungen, sofern sie modern und effizient betrieben werden, eine saubere und nachhaltige Heizalternative darstellen können. Trotzdem sind weiterhin strenge technische Anforderungen und eine sinnvolle Integration in bestehende Energiesysteme notwendig, um die Angriffsfläche für Umweltbelastungen zu minimieren.



