Am 18. Februar 2026 wird der Slalom der Frauen im Rahmen der Olympischen Spiele in Mailand/Cortina ausgetragen. Dies ist die letzte Entscheidung der alpinen Bewerbe, und mit Spannung wird die Suche nach der Nachfolgerin von Petra Vlhova erwartet. Mikaela Shiffrin, die als Favoritin auf den Titel gilt, hat in dieser Saison bereits sieben von acht Slaloms gewonnen, wobei ihre einzige Niederlage gegen Camille Rast in Kranjska Gora stattfand. Ihr beeindruckendes Comeback nach dem Debakel von Peking 2022, bei dem sie in sechs Disziplinen antrat und leer ausging, bringt sie nun in eine Schlüsselposition.

Shiffrin, die am 21. Februar 2014 im Rosa Khutor Alpine Centre mit nur 18 Jahren die jüngste Olympiasiegerin im Slalom wurde, hofft, die schweren Erfahrungen von Peking hinter sich zu lassen. Nach einem elften Platz im Riesenslalom und einem durchwachsenen Kombi-Slalom, wo sie nur die 15. Laufzeit erzielte, erhofft sie sich heute eine Medaille. Diese sportliche Herausforderung wird umso wichtiger, da viele Augen auf sie gerichtet sind und der Druck steigt, eine positive Bilanz zu erzielen.

Österreichisches Damen-Team erfolgreich

Das österreichische Damen-Team hat in den bisherigen Wettbewerben bereits beeindruckende Ergebnisse erzielt: Ariane Rädler und Katharina Huber sicherten sich Gold im Teamwettbewerb, während Cornelia Hütter eine Bronze im Super-G errang. Die vier Athletinnen, Katharina Truppe, Katharina Huber, Katharina Gallhuber und Lisa Hörhager, streben in diesem Slalom eine dritte Medaille für den ÖSV an. Die Organisatoren planen, den ersten Durchgang um 10:00 Uhr und den zweiten um 13:30 Uhr zu starten.

Die Herausforderungen und Reflexionen von Shiffrin

Mikaela Shiffrin hat trotz ihrer beeindruckenden Bilanz von insgesamt 108 Weltcupsiegen und ihrer drei Olympiamedaillen eine komplexe Beziehung zu den Olympischen Spielen. In 13 Olympiarennen konnte sie nur dreimal auf das Podium steigen, und das Debakel in Peking hat ihr Selbstvertrauen stark belastet. Dennoch zeigt sie sich optimistisch und betont, dass sie mit Olympia noch nicht fertig sei. Sie reflektierte über ihre Erfahrungen und erklärte, dass sie das Geschehen in Peking als eine lehrreiche Zeit betrachtet.

Shiffrin hat in den letzten elf Weltcup-Slaloms neun Mal gewonnen und zweimal den zweiten und dritten Platz belegt. Ihre Gewohnheit, andere Athleten ins Rampenlicht zu rücken, spiegelt sich in ihrer fairen Betrachtung der Leistungen ihrer Teamkolleginnen wider. So würdigte sie die Entbehrungen und Erfolge von Breezy Johnson, die sich nach einer Verletzung zurückkämpfte, um eine Medaille zu gewinnen.

Für die amerikanische Skirennläuferin wird der heutige Slalom entscheidend sein, um eine positive Note in ihrer Olympia-Geschichte zu setzen. Egal wie das Rennen ausgeht, Shiffrin möchte nicht nur durch ihre Olympia-Medaillen, sondern durch ihr gesamtes Schaffen in Erinnerung bleiben.

Der Slalom wird live auf Eurosport und HBO Max übertragen, und die Zuschauer können sich auf ein packendes Rennen freuen.