Am 3. März 2026 wurde die talentierte zehnjährige Mia Wendelin von der Volksschule Nußdorf als Bezirkssiegerin beim Tiroler Vorlesetag 2026 ausgezeichnet. Ihr bemerkenswerter Beitrag, die Geschichte mit dem Titel „Moritz Murmel, das mutige Murmeltier“, besticht durch das Motto „Wenn Moritz Murmel träumt – Geschichten von Mut und Freundschaft“, das für den diesjährigen Geschichtenwettbewerb festgelegt wurde. Dieser Wettbewerb zielt darauf ab, Schülerinnen und Schüler für das Lesen, Schreiben und Vorlesen zu begeistern und ihre entsprechenden Kompetenzen zu stärken. Laut tirol.gv.at können alle vierten Klassen von Tirols Volksschulen an diesem Wettbewerb teilnehmen.

Mia Wendelin wurde durch ihre engagierte Lehrerin Sandra Praster-Trojer, die bereits im Vorjahr mit ihrer Klasse den dritten Platz bei diesem Wettbewerb erreicht hatte, unterstützt. Der Schreibprozess fand während der Herbstferien statt. Zunächst sammelte Mia inspirierende Stichwörter während einer Autofahrt, bevor sie ihre Geschichte später am Computer verfasste. Eine besondere Note erhielt ihr Werk durch ein von ihr gemaltes Bild, das sie in Zusammenarbeit mit ihrem Vater schuf. In der Schule wurde ihre Erzählung intern prämiert, bevor sie bei der Bezirkshauptmannschaft eingereicht wurde. Mia konnte sich gegen alle anderen Kinder aus Osttirol durchsetzen, was zur Freude ihrer Klasse mit Applaus gefeiert wurde.

Vorlesetag und die Bedeutung des Lesens

Die Ermittlung der Landessiegerin erfolgt im März, wobei der Gewinner des Wettbewerbs am 27. März ein großes Schulfest erleben wird. Außerdem werden die 27 besten Nachwuchsgeschichten im neuen „Tiroler Vorlesebuch“, das für das Jahr 2026 geplant ist, veröffentlicht. Die Veranstaltung, die am 26. März in der Siegesschule stattfindet, wird mit Musik, Lesungen und einem Auftritt der Kinderband RatzFatz ein einzigartiges Erlebnis bieten. Bildungslandesrätin Cornelia Hagele und Landeshauptmann Anton Mattle werden ebenfalls anwesend sein und die Siegesschule besuchen.

Das Bundesbildungsministerium betont in seinen Initiativen zur Leseförderung die erhebliche Bedeutung des Lesens für die Sprachentwicklung sowie die persönliche Entfaltung von Kindern. Projekte, die sich mit der Leseförderung beschäftigen, bieten nicht nur einen frühen Zugang zu Büchern, sondern unterstützen auch Kinder mit unterschiedlichen sprachlichen Fähigkeiten, sodass sie leichter lernen und Freude an Büchern entwickeln können. Laut bmbfsfj.bund.de sind Lesefähigkeit und Bildungsengagement eng miteinander verbunden und tragen zur Bildungsgerechtigkeit sowie zur Integration von jungen Menschen bei.

Die Förderung des Lesens ist also ein zentrales Anliegen nicht nur in Tirol, sondern auch auf bundesweiter Ebene. Solche Aktivitäten und Wettbewerbe tragen dazu bei, dass Kinder nicht nur einen Zugang zu Geschichten erhalten, sondern auch ihre eigenen Geschichten kreieren und ihre Stimmen finden können. So gelingt es, die Lesekultur lebendig zu halten und die Freude am Lesen weiterzugeben.