Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit sieht sich massiven Vorwürfen ausgesetzt, die ihren Kontakt zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein betreffen. Dies geschah, nachdem neue Akten veröffentlicht wurden, die ihre Beziehungen zu Epstein zwischen 2011 und 2014 dokumentieren. Mette-Marit, die 2001 Kronprinz Haakon heiratete, wird in diesen Dokumenten über 1.000 Mal erwähnt. Die Akten, die am 1. Februar 2026 vom US-Justizministerium veröffentlicht wurden, enthalten zahlreiche E-Mails, die auf eine enge Beziehung zwischen der Kronprinzessin und Epstein hinweisen.

Mette-Marit wird vorgeworfen, trotz Epsteins Vorstrafen und seiner Inhaftierung über einen langen Zeitraum privaten Kontakt zu ihm gehalten zu haben. In einer Erklärung äußerte sie Bedauern für ihre „schlechte Urteilsfähigkeit“ und räumte ein, dass sie Verantwortung dafür übernehmen müsse, Epsteins Vergangenheit nicht besser überprüft zu haben. Lacerda, ein Opfer von Epstein, hat sie aufgefordert, die volle Verantwortung für ihre Gespräche und Flirts mit dem Verurteilten zu übernehmen.

Enge Kontakte und persönliche Nachrichten

Die neu veröffentlichten E-Mails zeigen eine Beziehung, die über gesellige Interaktionen hinausgeht. Mette-Marit bezeichnete Epstein als „charmant“ und bedankte sich für Geschenke, die er ihr zukommen ließ. In einer E-Mail von 2011 gestand sie, Epstein „gegoogelt“ zu haben, und stellte fest, dass es „nicht gut aussah“. Die Kronprinzessin verbrachte 2013 sogar vier Tage in Epsteins Anwesen in Palm Beach, Florida, als dieser nicht anwesend war. Laut den Unterlagen hatte sie 2014 schließlich den Kontakt zu ihm abgebrochen, da sie das Gefühl hatte, er wolle die Beziehung zu ihrem Vorteil nutzen.

Zu einem sensiblen Zeitpunkt für die royal Familie kommen diese Enthüllungen, da am Dienstag der Prozess gegen ihren Sohn, Marius Borg Høiby, wegen 38 Anklagen, einschließlich der angeblichen Vergewaltigung von vier Frauen, beginnt. Høiby hat die schweren Vorwürfe bestritten, könnte jedoch bei einer Verurteilung bis zu 16 Jahren Haft erhalten. In einer Stellungnahme des Königshauses wurde erklärt, dass die Angelegenheit Sache der Gerichte sei und keine weiteren Kommentare abgegeben wurden.

Der breitere Kontext des Epstein-Skandals

Der Epstein-Skandal zieht weitreichende Verbindungen zu mehreren europäischen Königshäusern, darunter das britische, schwedische und belgische Königshaus. So wurde Andrew Mountbatten-Windsor, ein enger Kontakt von Epstein, mit schweren Missbrauchsvorwürfen konfrontiert, die er bestreitet. Auch Prinzessin Sofia von Schweden hatte früher Begegnungen mit dem Verurteilten, bestritt jedoch, in irgendeiner Weise abhängig von ihm gewesen zu sein.

Die Verwicklung von Mette-Marit in diesen Skandal wirft ein schlechtes Licht auf das norwegische Königshaus und hat bereits öffentliche und mediale Reaktionen hervorgerufen. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf die königliche Familie und ihre öffentliche Wahrnehmung haben werden.

In einer Welt, in der Royals immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, stellt der Epstein-Skandal eine beispiellose Herausforderung dar, sowohl für die betroffenen Persönlichkeiten als auch für die Institutionen, die sie repräsentieren.

Für weitere Informationen über diesen komplexen Fall lesen Sie die Artikel von exxpress.at, theguardian.com und gala.de.