Österreich

Mehrheit der Maturanten für längere Prüfungszeit

Die Zukunft der Matura: Was die Mehrheit der Befragten fordert

Die bevorstehende Zentralmatura-Saison für mehr als 41.000 Jugendliche wirft Fragen auf, wie zeitgemäß das derzeitige Matura-Format ist. Laut einer Umfrage des Nachhilfe-Instituts Lernquadrat sehen 70 Prozent der befragten Maturantinnen und Maturanten die Matura als veraltet an und fordern eine Modernisierung. Über die Hälfte der Befragten spricht sich für eine Verteilung der Prüfungen über einen längeren Zeitraum aus.

Ein Drittel der Befragten wünscht sich weniger Prüfungen, Änderungen bei den Pflichtfächern und die Option, die Mathematik-Klausur nicht mehr verpflichtend ablegen zu müssen. Insbesondere die Mathematikprüfung löst bei der Hälfte der Maturierenden Angst aus. Trotz Nervosität zeigt sich die Mehrheit zuversichtlich, die Matura mit angemessener Vorbereitung erfolgreich zu meistern, während fast 20 Prozent der Befragten die Matura als unüberwindbar empfinden.

Die vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) als Bestandteil der Reife- und Diplomprüfung wird von 82 Prozent der Befragten als sinnvoll erachtet, obwohl sie zusätzlichen Stress im Maturajahr verursacht. Der Einsatz von Chatbot ChatGPT zur Unterstützung beim Verfassen der VWA stieß bei 40 Prozent der Befragten auf Ablehnung, während knapp ein Viertel unzufrieden mit den Ergebnissen war.

Lediglich 40 Prozent der befragten Maturantinnen und Maturanten fühlen sich gut auf das Leben nach der Schule vorbereitet. Kritisiert wird unter anderem ein Mangel an Alltagswissen und fehlende Anwendungsmöglichkeiten des Gelernten in der Praxis. Die Umfrage zeigt zudem, dass drei Viertel der Befragten davon ausgehen, dass das Großteil des für die Matura Gelernten unmittelbar nach den Prüfungen wieder vergessen wird, da in kurzer Zeit viel Wissen absorbiert werden muss.

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