Die OMV hat den Plan zum Bau einer umfassenden Wasserstoff-Anlage in Bruck an der Leitha, Niederösterreich, bekanntgegeben. Mit einem Budget von bis zu 123 Millionen Euro wird dieses Projekt zu den fünf größten Elektrolyseanlagen Europas zählen. Laut 5min.at wird die Anlage voraussichtlich Ende 2027 in Betrieb genommen und soll jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Dies stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energiezukunft dar.

Die Landeshauptfrau von Niederösterreich, Johanna Mikl-Leitner, bezeichnete das Vorhaben als eine „Mega-Investition mit nachhaltiger Wirkung“. Das Projekt soll nicht nur den Wirtschaftsstandort langfristig stärken, sondern auch ein positives Signal an Industrie und Forschung senden. Es strebt an, die Industrie, Energie und den Klimaschutz in der Region zu fördern.

Technologischer Fokus und Nachhaltigkeit

Die Wasserstoffproduktion wird aus erneuerbaren Energien wie Wind, Solarenergie und Wasserkraft erfolgen. Dies entspricht den Zielen der OMV Strategie 2030 sowie der österreichischen Wasserstoffstrategie, die darauf abzielt, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. OMV hebt hervor, dass die Anlage jährlich bis zu 150.000 Tonnen CO₂ einsparen wird, was einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz darstellt.

Grüner Wasserstoff, der in dieser Anlage produziert wird, gilt als Schlüsseltechnologie für eine klimafreundliche Industrie und eine sichere Energieversorgung. Er wird durch Elektrolyse aus erneuerbarem Strom gewonnen, was gleichzeitig die Flexibilität in der Energieversorgung erhöht und die Speicherung von Energie vereinfacht. Diese Technologien sind entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende in Österreich und darüber hinaus, wie auch das Bundeswirtschaftsministerium betont.

Kooperation und Zukunftsausblick

Im Juni 2025 unterzeichnete OMV eine Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures mit Masdar, das die Finanzierung, Errichtung und den Betrieb der Elektrolyseanlage umfasst. Der Abschluss dieses Joint Ventures wird für Anfang 2026 erwartet und ist abhängig von den finalen Genehmigungen und der Zustimmung der Anteilseigner. Die Anlage wird über eine 22 Kilometer lange Pipeline direkt mit der OMV Raffinerie in Schwechat verbunden sein, was zusätzliche Synergien schaffen wird.

Die positive Bewertung durch die European Hydrogen Bank (EHB) bekräftigt das Vertrauen in die Machbarkeit und die Vorteile des Projekts, welches als Modell für die Ausbildung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft in Österreich hervorgehoben wird.