Am 24. Februar 2026 entfaltet die Everdrone das Potenzial der modernsten medizinischen Drohne, die E3, für den Notfalltransport. Dieses neueste Produkt, das vollständig im schwedischen Göteborg entwickelt wurde, bietet bedeutende Verbesserungen gegenüber seinem Vorgänger, der E2. Die E3 ist nicht nur schneller und sicherer, sondern kann auch schwere Nutzlasten von bis zu 4,5 kg bewältigen, was den Transport medizinischer Ausrüstung revolutioniert.

Die Leistungsfähigkeit der E3 ermöglicht es, in weniger als drei Minuten am Einsatzort zu sein, während ein Krankenwagen im Schnitt zehn Minuten benötigt. Dies ist insbesondere in Notfällen, in denen jede Sekunde zählt, von enormer Bedeutung. Die E2, die lediglich eine Nutzlast von 2 kg transportieren konnte, stützt sich auf kommerzielle Komponenten, während die E3 intern entwickelt wurde und sowohl OEM-Produkte als auch proprietäre Teile von Ligpower und Aston Harald Composite enthält.

Technische Details und Innovationspotential

Mit einer Abmessung von 90 × 75 × 55 cm (ohne Propeller) und einem Gewicht von 24 kg, erreicht die E3 eine vibrationsfreie Reisegeschwindigkeit von über 80 km/h. Ihre flexible Nutzlastmodul kann diverse medizinische Güter transportieren, darunter Defibrillatoren, Adrenalin und Verbandsmaterial. Everdrone betont, dass die Batteriekapazität auf verschiedene Einsatzarten optimiert ist, wobei die Auswahl der Batterieanbieter laufend überprüft wird.

Zusätzlich berühren die aktuellen Entwicklungen in der Luftrettungsmedizin das Thema der ineffizienten Transportmittel. Das Start-up ERC arbeitet an einem elektrischen Senkrechtstarter, dem E-Res-Copter, der innerhalb der nächsten fünf Jahre in Testflügen in der Region Memmingen eingesetzt werden soll. Dies zielt darauf ab, die Transportzeiten für schwer verletzte Patienten zu verkürzen, da aktuelle Transportzeiten bis zu eineinhalb Stunden betragen können.

Die goldene Stunde und der Einfluss auf die Patientensicherheit

Dr. Rupert Grashey, Leiter der Notfallmedizin am Klinikum Memmingen, hebt die Bedeutung der „goldenen Stunde“ für die klinische Versorgung schwerstverletzter Patienten hervor. Aktuelle Transportzeiten können erheblich reduziert werden, und der E-Res-Copter wird als Ergänzung zu bestehenden Rettungsmitteln, wie Rettungshubschraubern, betrachtet. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h und niedrigen Betriebskosten von 8 Euro pro Minute im Vergleich zu 23 Euro bei Rettungshubschraubern, könnte dieser Ansatz einen Paradigmenwechsel im Rettungswesen herbeiführen.

Die Bedeutung effizienter Logistiksysteme wird zunehmend klarer, insbesondere mit den stetig wachsenden Anforderungen in urbanen und ländlichen Gebieten. Traditionelle Transportmittel stoßen oft an ihre Grenzen, was den Einsatz von Drohnen umso relevanter macht. Drohnen wie die E3 und der E-Res-Copter bieten eine schnellere, kosteneffizientere und umweltfreundlichere Möglichkeit, medizinische Güter zu transportieren, was sowohl kurzfristige Gesundheitskosten senken als auch den Zugang zur Gesundheitsversorgung erweitern könnte.

Bereits in Regionen wie Ruanda und Ghana haben Drohnen über eine Million medizinische Lieferungen durchgeführt, was zu einer signifikanten Verbesserung des Gesundheitswesens führte. Auch in städtischen Gebieten auf der ganzen Welt, wie London und Chicago, gibt es Pilotprojekte für den Einsatz von Drohnen zum Transport medizinischer Proben, was die Effizienz dieser Systeme unterstreicht.

Die Heraus­forderungen für den breiten Einsatz von Drohnen im Gesundheitswesen sind jedoch nicht zu vernachlässigen. Regulatorische Unsicherheit und technische Hürden sind derzeit große Themen, während parallel dazu die gesellschaftliche Akzeptanz für diese Technologien gefördert werden muss. Zukünftige Entwicklungen könnten somit sowohl in der praktischen Umsetzung als auch in der rechtlichen Regulierung signifikante Fortschritte mit sich bringen.

Insgesamt zeigt der Einsatz von medizinischen Drohnen, dass durch Innovationen eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung realisiert werden kann, die sowohl Zeit als auch Ressourcen spart und letztendlich das Wohl der Patienten in den Vordergrund stellt.

fireworld.at berichtet, dass …
br.de thematisiert die E-Res-Copter Entwicklungen …
sustainableswitzerland.ch beleuchtet die Vorzüge von Drohnen im Gesundheitswesen …