Am 28. Februar 2026 findet in der Galerie im Schloss Porcia eine besondere Veranstaltung unter dem Titel „Begegnung mit der Natur“ statt. Beginn der Veranstaltung ist um 18.30 Uhr. Der Biologe, Landschaftsarchitekt und Landschaftsfotograf Erwin Frohmann wird als Gast anwesend sein und die Teilnehmenden durch Gespräche und Meditationen zur atmosphärischen Wirkung von Landschaft führen.

Diese Veranstaltung ist Teil der Ausstellung „Poesie der Landschaft“ und bietet eine Plattform zur Auseinandersetzung mit der Wirkung der Natur auf die eigene Persönlichkeit. Dabei kommen ruhige, kontemplative Ansätze zum Tragen, die darauf abzielen, den inneren Dialog der Teilnehmenden zu fördern. Der Eintritt ist frei, es steht jedoch eine Möglichkeit für freiwillige Spenden zur Verfügung.

Hintergrund zur Landschaftsarchitektur

Die Verbindung von Wissenschaft und künstlerischem Gestalten spielt eine zentrale Rolle in der Landschaftsarchitektur. Wie TUM berichtet, ermöglicht die Theorie der Landschaftsarchitektur ein tiefgehendes Verständnis, das kulturelle, architektonische und ingenieurwissenschaftliche Aspekte miteinander verknüpft. Diese Disziplin hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und lässt sich durch Übertragungen von Methoden aus den Sozial-, Kultur- und Wirtschaftswissenschaften prägen.

Ein besonders aktuelles Thema ist die qualitative Forschung in der Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung. Diese wird als wichtig erachtet, um gesellschaftliche Veränderungen und deren Einfluss auf die Wahrnehmung und Werthaltungen von Räumen zu erfassen. Dabei stehen qualitative Methoden wie „Research by Design“ im Fokus. Diese Methoden ermöglichen es, kreative Schlussfolgerungen zu ziehen und neue Perspektiven zu entwickeln, was für die Herausforderungen in der Freiraumplanung von großer Bedeutung ist.

Aktuelle Herausforderungen und Veränderungen

Die urbanen Räumlichkeiten stehen aufgrund von substanziellen Veränderungen wie suburbanem Wachstum und städtischen Schrumpfungen vor neuen Herausforderungen. Laut Rutschmann & Schoebel wird in der derzeitigen Diskussion oft das Konzept von „Qualität statt Quantität“ betont. Früher etablierte sich die Freiraumplanung häufig auf Basis quantitativer Kriterien, jedoch erfordert die moderne Gesellschaft eine differenzierte Betrachtung, die sich auch mit individuellen und kollektiven Erfahrungen auseinandersetzt.

Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, braucht es eine kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Vorstellungen räumlicher Verhältnisse. Notwendige Entwicklungen in der Planung, wie die qualitative Strukturanalyse von Freiraumkonzepten, spielen eine wesentliche Rolle dabei, nachhaltige und soziale Freiraumstrukturen zu gestalten.

Die Veranstaltung am 28. Februar in der Galerie im Schloss Porcia bietet somit nicht nur eine Gelegenheit zur Meditation und zur persönlichen Reflexion, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Diskussion in der Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung.