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Maul- und Klauenseuche: Österreich verhängt strenge Kontrollen und Einfuhrverbot

Am 27. März 2025 haben die österreichischen Behörden umfassende Maßnahmen zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche (MKS) beschlossen. Diese umfassen drei neue Verordnungen, die das Risiko der Einschleppung der Krankheit nach Österreich minimieren sollen. An den Regelungen sind das Gesundheitsministerium, das Innenministerium sowie das Finanzministerium beteiligt, wie die Kleine Zeitung berichtet.

Die Maul- und Klauenseuche ist eine virusbedingte, fieberhafte Allgemeinerkrankung, die vor allem Klauentiere betrifft, darunter Rinder, Schafe, Ziegen und Wildwiederkäuer. Obwohl die Erkrankung nicht auf Menschen übertragbar ist, kann sie schwerwiegende wirtschaftliche Auswirkungen verursachen. Symptome wie Bläschen und Erosionen in den Maul- und Klauenbereichen führen oft zu langfristigen Leistungseinbußen bei den betroffenen Tieren. In Europa wurde die MKS in den 60er bis 80er Jahren des 20. Jahrhunderts weitgehend getilgt, tritt jedoch weiterhin in verschiedenen Regionen der Welt auf, einschließlich des Nahen Ostens, Asiens und Afrikas, wie die Tiergesundheit Sachsen informiert.

Neue Sperrzonen und Kontrollen

Die aktuellen Verordnungen schaffen einen rechtlichen Rahmen für die Einrichtung von Sperrzonen, die bestimmte landwirtschaftliche Betriebe betreffen. Diese Zonen beinhalten verstärkte Hygieneregeln, betriebliche Kontrollen und Einschränkungen beim Transport von Tieren. Die burgenländische Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner hat die Einführung von Grenzkontrollen zur Slowakei als "überfällig" bezeichnet. Es bestehen seit Herbst 2023 regelmäßige Grenzkontrollen, um die illegale Verbringung von Tieren oder Produkten zu verhindern.

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Insgesamt sind derzeit vier Gemeinden im Bezirk Neusiedl am See zu Überwachungszonen erklärt worden. Diese sind Deutsch Jahrndorf, Mönchhof, Nickelsdorf und Halbturn. Veterinärbehörden überprüfen dort die Betriebe und beproben gehaltene Paarhufer. Zusätzlich umfasst die Beobachtungszone die Bezirke Neusiedl, Eisenstadt Umgebung, Mattersburg, Oberpullendorf und Eisenstadt.

Appell an die Tierhalter

Das Gesundheitsministerium appelliert an alle Tierhalter, Tierärzte, Jäger und Transportunternehmen, die Hygienestandards unbedingt einzuhalten. Es gibt zur Zeit in Österreich keine bestätigten Fälle von Maul- und Klauenseuche. Dies zeigt die Bedeutung der aktuellen Maßnahmen zur Prävention. Bei Verdacht auf Symptome sind die Behörden zu sofortiger Meldung aufgefordert.

Die steuernden Maßnahmen zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche in Österreich könnten weitreichende Folgen für die landwirtschaftlichen Betriebe und die Tierhaltung haben. Doch die Behörden sind zuversichtlich, dass die getroffenen Vorsorgemaßnahmen und die enge Zusammenarbeit zwischen den Ministerien und den Veterinärbehörden zur Stabilität des heimischen Agrarsektors beitragen werden.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Sonstiges
In welchen Regionen?
Deutsch Jahrndorf, Mönchhof, Nickelsdorf, Halbturn
Genauer Ort bekannt?
Neusiedl am See, Österreich
Beste Referenz
kleinezeitung.at

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