Matthias Walkner hat offiziell seine Motorradkarriere beendet, nachdem er im Dezember 2023 einen schweren Unfall erlitten hatte. Der 39-Jährige, der als erster Österreicher die Motorradwertung der Rallye Dakar gewann, wird ab Mittwoch bei der Portugal Rallye in einem Buggy antreten. Walkner plant, im kommenden Jahr wieder bei der Rallye Dakar, die als die wichtigste Langstrecken- und Wüstenrallye der Welt gilt, in einem Auto zu starten.
Walkner hat ein herausforderndes Jahr hinter sich. Vor mehr als zwei Jahren zog er sich bei einem Trainingssturz in Kalifornien einen komplexen Trümmerbruch im linken Sprunggelenk zu und entkam nur knapp einer Amputation. Heute äußert der Motorsportler, dass es seinem Bein gut gehe, er jedoch nicht bereit sei, die hohen Risiken der Motorradrennen erneut einzugehen. Privat fährt er weiterhin Motorrad, hat jedoch die Ansprüche an sich selbst deutlich reduziert, um sich auf seine neue Herausforderung im Automobilrennsport zu konzentrieren.
Rückkehr in den Rennsport
Der geplante Einsatz bei der Portugal Rallye stellt für Walkner die Rückkehr in den Rennsport mit einem Buggy dar. Bei diesem Event wird der Fokus auf Lernen und Teamentwicklung liegen, nicht primär auf der Platzierung, da Walkner mit einem vier Jahre alten Buggy antritt, der in Bezug auf Leistung nicht mit den neueren Fahrzeugen konkurrieren kann. Diese Rückkehr wird von Walkner als neue Herausforderung angesehen, nachdem er in der Vergangenheit ausschließlich mit Motorrädern gefahren ist.
Walkner teilt mit, dass er optimistisch über seine Rückkehr in den Rennsport ist und verschiedene Rennveranstaltungen im Blick hat. Mittelfristig plant er, sich mit Co-Pilot Oliver Pyerin für ein Auto-Werksteam zu empfehlen, um seine über ein Jahrzehnt gesammelte Erfahrung im Motorradfahren auf das Autofahren zu übertragen.
Fokus auf der Rallye Dakar
Die Rallye Dakar, deren Geschichte bis in das Jahr 1979 zurückreicht, gilt als der bedeutendste Wettbewerb in der Rallye-Raid-Szene und ist seit 2022 Teil der World Rally-Raid Championship (W2RC). Die Veranstaltung fand bis 2007 hauptsächlich in Afrika statt, wurde 2008 aufgrund von Sicherheitsbedenken abgesagt und findet seit 2020 in Saudi-Arabien statt. Walkner, der bereits zuvor an der Dakar teilgenommen hat, sieht die Rückkehr in der Automobilszene als Möglichkeit, seine Karriere neu zu gestalten.
Stéphane Peterhansel, der Rekordsieger der Dakar, hat insgesamt 14 Siege errungen. Die Rallye ist für ihre langen Etappen und die hohe Ausfallquote bekannt, was sie für die Teilnehmer besonders herausfordernd macht. Walkner wird sich in der kommenden Saison diesen Herausforderungen stellen und hofft, auch in der Automobilwertung einen erfolgreichen Fußabdruck zu hinterlassen.
Mit seinem Comeback im Buggy markiert Matthias Walkner den nächsten Schritt in seiner Karriere und nimmt damit auch an der Entwicklung neuer Techniken und Strategien im Rennsport teil, die sich von den bisherigen Motorradrennen unterscheiden.



