Im Vorfeld der kommenden Herausforderungen steht die österreichische Nationalmannschaft unter der Leitung von Teamchef Ralf Rangnick im Rampenlicht. Ein bedeutendes Element in dieser Phase ist die Einschätzung von Lothar Matthäus, der im Interview mit der „Kleinen Zeitung“ den aktuellen Kader des ÖFB unter die Lupe nimmt. Matthäus hebt hervor, dass viele Spieler unter Rangnick aufblühen und das Team als geschlossene Einheit agiert. Doch er sieht auch Defizite im Vergleich zu Topnationen wie Deutschland und Frankreich.

Ein zentraler Punkt von Matthäus‘ Analyse ist die Bewertung etablierter Spieler wie Marko Arnautovic, Michael Gregoritsch und Marcel Sabitzer. Während er die Verdienste dieser Akteure anerkennt, stellt er fest, dass einige von ihnen wohl ihre stärksten Zeiten bereits hinter sich haben oder auf Klubebene nicht in Bestform sind. Trotz dieser Herausforderungen funktioniert das Kollektiv des Nationalteams weiterhin gut.

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Positive Entwicklungen und neue Talente

Matthäus zeigt sich optimistisch über die Zukunft des ÖFB-Teams und hebt insbesondere die positiven Entwicklungen durch neue Spieler wie Paul Wanner und Carney Chukwuemeka hervor. Chukwuemeka beschreibt er als „geilen Kicker“, der das Spiel merklich beeinflussen kann. Rangnick führt zudem vier Debütanten in seinem Kader ein: Chukwuemeka, Wanner, Florian Wiegele und David Affengruber, was frischen Wind in die Mannschaft bringen könnte.

Österreich wird drei Monate vor der WM in der Gruppe J gegen Jordanien, Argentinien und Algerien antreten. Rangnick arbeitet bereits intensiv an der Vorbereitung und hat Testspiele angesetzt, darunter Begegnungen gegen Ghana und Südkorea. Der Kader umfasst 28 Spieler, darunter überraschend auch Spieler, die kürzlich einen Nationenwechsel vollzogen haben. Ziel ist es, diese neuen Talente in das Team zu integrieren und sie auf die bevorstehenden Herausforderungen vorzubereiten.

Vorbereitung auf die WM-Qualifikation

Die ersten Pflichtspiele für die österreichische Auswahl stehen bereits vor der Tür. Am 7. und 10. Juni empfängt Österreich Rumänien und spielt anschließend gegen San Marino. Diese Partien sind Teil der Qualifikation zur WM 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgespielt wird. Rangnick hat ein 27-köpfiges Aufgebot nominiert, in dem unter anderem vier mögliche Debütanten vertreten sind, was die Entwicklung des Teams weiter vorantreiben soll.

Aber auch Rückschläge machen sich bemerkbar: David Alaba und Alexander Schlager fallen verletzt aus, während Gernot Trauner im ersten Spiel gesperrt ist. Trotz dieser Herausforderungen glaubt Matthäus, dass ein Viertelfinaleinzug bei der WM realistisch ist, sofern das Team an vergangene Leistungen anknüpfen kann.

Matthäus empfiehlt dem ÖFB, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um Rangnick im Amt zu halten. Seiner Meinung nach sei Rangnick „ein Geschenk für Österreichs Fußball“, da er nicht nur fußballerisches Wissen einbringt, sondern auch eine strategische Einflussnahme auf die Entwicklung junger Talente fördern sollte.