Walid Regragui ist als Nationaltrainer von Marokko zurückgetreten, nur drei Monate vor der mit Spannung erwarteten Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Der 50-Jährige, der die marokkanische Nationalmannschaft während der WM 2022 in Katar als erstes afrikanisches Team ins Halbfinale führte, gab bekannt, dass er die Verantwortung abgeben wolle. Seine Entscheidung folgt auf die Endspielniederlage beim Afrika Cup 2023 gegen Senegal, wo Marokko die Silbermedaille holte, sowie auf die hohe Erwartungshaltung, die seitdem im eigenen Land herrscht. Regragui spricht von einem Gefühl der Erschöpfung und betont, dass er seinem Land treu gedient habe.
Regragui hatte seine Amtszeit im Sommer 2022 begonnen und während seiner Zeit als Trainer 48 von 66 Spielen gewonnen, was einer beeindruckenden Siegquote von 73 Prozent entspricht. Unter seiner Führung gewann Marokko zwischen Juni 2024 und Dezember 2025 insgesamt 19 Spiele in Serie. Dennoch war seine Position nach der Niederlage im Finale des Afrika Cups umstritten, was ihn schließlich zu seinem Rücktritt bewegte. Der marokkanische Fußballverband gab mittlerweile bekannt, dass der bisherige U20-Teamchef Mohamed Ouahbi als sein Nachfolger ernannt wurde, um die „Atlas-Löwen“ zu trainieren.
Wichtige Herausforderungen vor der WM
Marokko wird in der Gruppenphase der WM 2026, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird, auf starke Gegner treffen. In Gruppe C sind Brasilien, Schottland und Haiti die Gegner der marokkanischen Auswahl. Eine erfolgreiche Leistung in diesem Turnier könnte die Fußballgeschichte des Landes weiter prägen, insbesondere nach dem historischen Erfolg bei der letzten Weltmeisterschaft.
Die Richtung des marokkanischen Fußballs könnte durch diesen Wechsel im Trainerteam beeinflusst werden. Der Verband plant, mit Blick auf die WM 2030, die teilweise in Marokko stattfindet, eine umfassende Strategie zu entwickeln. Insiderberichten zufolge ist der ehemalige spanische Spieler Andrés Iniesta in Gesprächen mit dem marokkanischen Verband für eine potenzielle Rolle als Sportdirektor oder im Trainerteam, was zeigen könnte, wie ernst man die Zukunft des marokkanischen Fußballs nimmt.
Der Rücktritt von Regragui und die gleichzeitige Ernennung eines neuen Trainers stellen Marokko vor neue Herausforderungen und rufen möglicherweise in der Fußballgemeinschaft des Landes eine Debatte über die zukünftige Ausrichtung hervor. Die nächsten Monate werden entscheidend sein für die „Atlas-Löwen“, die sich auf die bevorstehenden internationalen Wettbewerbe vorbereiten müssen.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich dieser Wechsel auf die Leistung des Teams auswirken wird und ob Ouahbi die Erwartungen erfüllen kann, die an ihn herangetragen werden. Die marokkanischen Fans hoffen, dass ihr Team auch ohne Regragui stark auftreten wird.